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Dr. Gerhard Hergenröder ist jetzt bei confidence

Jetzt ist es offiziell, d. h., bei LinkedIn veröffentlicht: Dr. Gerhard Hergenröder, seit dem Jahr 2000 Technischer Direktor des Regionalen Rechenzentrums in Erlangen (RRZE), ist zum 1. August 2020 als Freiberufler bei der confidence consult GmbH Beratung-Training-Coaching in Freiberg am Neckar als Geschäftsfeldleiter “Education” angetreten. Bereits seit eineinhalb Jahren wirkt er (mit genehmigter Nebentätigkeit) bei unserem Projekt “Neuausrichtung des Rechenzentrums” der Universität der Bundeswehr München mit.

Im Gegensatz zu vielen Beratern hat er etwas Richtiges gelernt. Er hat eine Lehre als Maschinenbauer abgeschlossen und kann deshalb mit einer Schieblehre umgehen. Er ist also prädestiniert für Schule, Lehre, Forschung, Universität, bei uns “Education” genannt.

Wir kennen uns seit 1996, als wir im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Baden-Württemberg, die Migration von SAP R2 zu R3 begleiten durften. Hergenröder war damals Leiter Rechenzentrum Uniklinik Tübingen.

Eine internationale Großberatung, die es heute nicht mehr gibt und die mit A. A. abgekürzt wurde, hatte erfolglos versucht, das Thema umzusetzen. Wir konnten helfen, indem wir den täglichen Vierkampf im Krankenhaus (Ärztlicher Dienst, Pflegerischer Dienst, Verwaltung, Personalrat) in eine gemeinsame Richtung brachten. Von SAP mussten wir nichts verstehen, das Wissen (und die Piloterfahrungen) brachten andere mit ein. SAP ISH (Industrial Solution Hospital) war damals noch in den Kinderschuhen, dementsprechend Hirnschmalz war gefragt.

Wir freuen uns, dass wir damit auch einen kleinen Teil dazu beitragen konnten, SAP als einzigen Global Player aus dem Dax nachhaltig zu etablieren. Unsere neuen Ziele sind die konkrete Unterstützung der Ministerien in Bayern und Baden-Württemberg in Bezug auf Ausbildung von Schülern und Studenten sowie die Weiterbildung in Unternehmen und auch in Bezug auf die persönliche Weiterentwicklung (Coaching). Wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit mit Gerhard.

STANLENS.de

STAN ist Drehbuchautor, Regisseur, er komponiert die Musik und mischt alles ab.

LENS ist english und bedeutet Linse, durch die man auch scharf sehen oder (strategisch) in die Weite schauen kann.

Stan

Wir haben eine neue Tochter: www.STANLENS.de

Wir produzieren (Musik-) Videos mit klarer Botschaft und Handschrift.

Die Seite ist gerade im Aufbau. Schauen Sie doch bei Gelegenheit wieder vorbei.

http://www.STANLENS.de

Wir machen auch professionelle Bewerbungsvideos, für Beruf und privat.

Simulationen, Online-Trainings und Tutorials

Schon 2017 haben wir entdeckt, dass sich die Welt durch geeignete Modelle und Programme nahezu perfekt simulieren lässt: Mit über 2.000 Runden auf der Nürburgring-Nordschleife (gegen virtuelle Gegner) sind wir gut gerüstet für tatsächliche Vergleichsfahrten in der realen Welt.

Wegen der “Corona-Krise” werden zukünftig verstärkt auch Fußballspiele und Formel 1-Rennen virtuell simuliert werden. Universitäten und Schulen haben auf “remote” umgestellt, so gut es eben geht. Wir haben unser Trainingsgeschäft den neuen Anforderungen angepasst.

Das war kein “Schnellschuss”, wie ihn manche aus der Hüfte abgegeben haben, weil sie den Umsatz dringend brauchten (und dabei leider verloren), sondern ein systematisch entwickeltes und zeitlich angepasstes internes Projekt. Als besonders anspruchsvoll stellte sich die Durchführung und Auswertung von Rollenspielen im Online-Seminar dar, weil die Kameraführung naturgemäß limitiert ist. Wer einmal Sabine Reuther mit der Kamera (als Waffe) erlebt hat, weiß was ich meine.

In einem nächsten Schritt entwickeln wir Tutorials, sodass Sie wesentliche Zusammenhänge (z. B. für ein Kritikgespräch) jederzeit mit dem Handy (in der Vorbereitung!) abrufen können.

Einen ersten Eindruck bekommen Sie auf unserer Ausbildungsvideo-Website http://www.M550produxions.de , wo wir gerade ein Tutorial zur Inbetriebnahme eines Autos erstellen.

Bitte nennen Sie uns Ihre Wünsche, unsere Regisseure und Kameraleute nehmen noch Anregungen für Drehbücher entgegen. Eine leistungsfähige Drohne ermöglicht den Helikopter-Blick, der uns im Alltag so häufig verloren geht.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) auf dem Holzweg?

So langsam dämmert es uns: Haben wir uns von den Falschen beraten lassen oder sind wir einfach nur falsch beraten worden? Noch Anfang Februar 2020 erklärte Professor Dr. Lothar H. Wieler, ein Tierarzt und Fachtierarzt für Mikrobiologie, in seiner Eigenschaft als Präsident des RKI, dass vom “Coronavirus” keine große Gefahr für uns ausginge. Vielleicht sollte das schon die erste Beruhigungspille für uns sein, um Zeit zu gewinnen.

Die erste Welle haben wir gut überstanden, insbesondere im Vergleich mit anderen europäischen Staaten, die ein Mehrfaches an “Corona-Toten” beklagen mussten. Wir haben einfach mehr Intensivbetten und Personal dafür einsetzen können. Es blieb aber überall offen, ob die, zumeist älteren Toten, wegen oder mit Corona starben.

Schon zu einem frühen Zeitpunkt forderte Dr. Nicolas Bissantz, der deutsche Business-Intelligence-Unternehmer aus Nürnberg, unter dem Dreiklang “Sehen, verstehen, handeln!”, Tote systematisch (auch anonym) zu obduzieren. Ausserdem sollten Feldtests (Schlechtes Beispiel: Heinsberg-Studie) plausible Rückschlüsse auf Durchdringung und Gefährlichkeit ermöglichen.

Warum wird das erst jetzt diskutiert? Wieler warnt uns vor einer zweiten Welle, der wir ab sofort ausgesetzt sein werden. Der Gipfel des Unsinns wird jetzt aufgezeigt, wenn das Erreichen von Schwellenwerten im Verhältnis Infizierte/Bevölkerungszahl zur “Wiedereinführung” von Ausgangsbeschränkungen führt. Die höhere Zahl an Infizierten resultiert auch aus einer höheren Zahl von Tests, die in den deutschen Landkreisen (und weltweit) mit sehr unterschiedlicher Intensität durchgeführt werden. Im Klartext: Wer mehr Tests macht wird “bestraft”. Ein seltsames Signal wenn man bedenkt, dass gerade einmal ein bis zwei Prozent der Bevölkerung getestet wurden.

Bringt man die Konsequenzen von “Lockdown/Shutdown” in ein Verhältnis zur dilettantischen Vorgehensweise des RKI (und in der Folge der Bundesregierung), muss einem schwindelig werden. Wir müssen die Prioritätenbildung zukünftig anders machen.

Steckt Greta dahinter?

Die Welt gerät aus den Fugen. Oder wehrt sie sich nur? Selbst unser Fußball-Bundestrainer Jürgen Löw wird philosophisch nachdenklich. Dieter Nuhr merkt an, die Welt könne sich nicht wehren. Das wäre in etwa so, als wenn der Bundestrainer nach einem verlorenen Spiel gegen Holland behauptete, der Ball sei Schuld gewesen. Die Fußball Europameisterschaft 2020 ist jedenfalls verschoben. Ebenso der Formel 1-Start und die Olympischen Spiele.

Keine Flüge, keine Kreuzfahrten, keine unnötigen Autofahrten, Automobilwerke weltweit geschlossen, dafür Corona-Partys im kleinen Kreis mit Spaghetti und Toilettenpapiersauce. Nur die Wenigsten werden (mit dem Segelboot) ins Büro kommen. Homeoffice: Familien lernen sich ganz neu kennen.

Von 180 km/h auf Schrittgeschwindigkeit, wenn überhaupt, bei 60 Kilometer Stau an der polnischen Grenze, weil sie dort ca. 15 Minuten für die Überprüfung eines LKWs brauchen (könnten ja Flüchtlinge versteckt sein). Gehen dafür in Polen Medikamente aus?

Die Politik überhäuft uns mit Notprogrammen, Notfallhilfen, Steuerstundung, Kurzarbeit und Helikoptergeld. Zum Glück ist Geld da. Per Gesetz können Mieter entscheiden, ob sie die Miete bezahlen können, oder ob der Vermieter sie stunden muss. Eine ganz neue Interpretation von Solidarität. Dafür stellen Textilfirmen jetzt kurzfristig Mundschutz her. Eine Schülerin organisiert ehrenamtlich Einkaufsservice für Ältere, die nicht aus dem Haus können, wollen oder dürfen.

Die wahren Engpässe scheinen derzeit in Deutschland das Krankenhauspersonal zu sein. Das ist schon im Normalzustand an der Grenze der Belastbarkeit gewesen, und jetzt? Denkt man endlich darüber nach, medizinisch pflegerischen Dienst und ärztlichen Dienst gerecht zu bezahlen. Jetzt bräuchten wir nur noch ca. 10.000 Beatmungsgeräte in den Krankenhäusern. Die sind zwar schon bestellt, der Liefertermin ist aber noch nicht ganz klar.

Mundschutz und Desinfektionsmittel fehlen insbesondere bei niedergelassenen Ärzten, große Teile sind der Bundeswehr “verlorengegangen”. Überhaupt die Bundeswehr, da hätte ich mehr erwartet. Essen verteilen im Autobahnstau kann nicht alles sein. Früher gab es mal eine richtige ABC-Abwehr-Truppe. Alles eingespart. Die Sanitätstruppe scheint durch Auslandseinsätze voll ausgelastet. Zum Glück haben wir noch die leistungsfähigen Bundeswehr-Krankenhäuser.

Ich sehe derzeit bei aller individueller Tragik im Einzelfall einen Testfall/ein Pilotprojekt, wie wir zukünftig mit Pandemien umgehen können, wenn es sich um einen wirklich gefährlichen Virus handelt. Auch unser Wertesystem wird auf den Prüfstand gestellt: Alt gegen jung, arm gegen reich, Nationalstaat gegen die europäische Idee.

Jetzt wird diskutiert, ob wir (durch Ausgangssperren) die Weltwirtschaft aufs Spiel setzen dürfen, nur weil ein paar “Achtzigjährige” etwas früher sterben könnten als sowieso. Warum schließen wir die über 65-Jährigen nicht einfach weg, zu ihrem eigenen Schutz, und lassen die Anderen in Ruhe arbeiten und leben? Zum Glück nimmt der Anteil der Jüngeren an den Infizierten zu. Der bald 74-jährige Donald Trump hofft, dass der Spuk am Ostersonntag vorbei sein möge. Das wünschen sich die meisten Kinder auch.

Wir erleben einen weltweiten Wettbewerb in den Kategorien: Anzahl Tests, Anzahl Infizierte, Anzahl Gesundete und Anzahl Tote, mit Kurven nach oben und unten. Auch da ist uns China um drei Monate voraus. Die USA werden Spitzenplätze belegen, es gibt zuwenig Tests, und wenn es genügend gäbe, lassen sich die Leute nicht testen, weil sie eine Behandlung im Krankenhaus nicht bezahlen können. “Make America great again”.

Auch England nimmt eine gefährliche Entwicklung. Trump und Johnson werden ihre Quittung bekommen, der eine früher, der andere etwas später. Schweden geht seinen eigenen Weg und schließt keine Schulen und Spielplätze. So werden wir den Erfolg unterschiedlicher Strategien vielleicht in einem Jahr vergleichen können.

Verschwörungstheorien breiten sich aus. Ich bin mir aber sicher: Greta steckt nicht dahinter.


Für die Wissenschaft rasen

Bissantz & Company betreibt Grundlagen­forschung für Business Intelligence – auf der Rennstrecke. Jetzt setzte der Gründer und wissenschaftliche Leiter Dr. Nicolas Bissantz eins drauf: Um die Wirksamkeit neuer Konzepte zum Entscheiden unter Druck nachzuweisen, konkurrierte er in der Porsche Sprint Challenge Central Europe (PSCCE), einer FIA-Rennserie, die mit getrennten Klassen für Profis und Amateure international ausgetragen wird.


Abstimmung an der Rennstrecke: Nicolas Bissantz und Markus Enzinger besprechen Seheindrücke und Schlussfolgerungen für das nächste Rennen.

Zur Vorbereitung setzt Bissantz auf bessere Lernkonzepte und Simulation. Über die Verbindung von Forschung in Management und Motorsport spricht er mit Rainer Linse, dem Geschäftsführer von confidence consult und langjährigen ICV-Mitglied – der selbst ein begeisterter Sim Racer ist.

Rainer Linse: Dr. Bissantz, Sie sind Unternehmer, der seine Doktorarbeit zur Grundlage für die Gründung gemacht hat, und erforschen seit 25 Jahren die Analyse betriebswirtschaftlicher Daten. Jetzt fahren Sie in der PSCCE mit und haben dort in den ersten Rennen schon vier Mal auf dem Podium gestanden. Haben Sie Benzin im Blut und gehen jetzt unter die Rennfahrer?

Nicolas Bissantz: Weder noch. Im Gegenteil bin ich froh, einen Bürojob zu haben und vor allem mit dem Kopf arbeiten zu dürfen. Permanent von persönlichen Höchstleistungen leben zu müssen, stelle ich mir schwierig vor.

RL: Rennfahrer sein ist für viele ein Kindheitstraum. Sie verbinden ihn jetzt mit Ihren akademischen Ambitionen …

NB: Die PSCCE wird von den Lechner-Brüdern organisiert. Beim Vater habe ich als Achtzehnjähriger in der berühmten Racing School mal im Rennwagen gesessen, einem Formel Ford 1600. Als ich am Österreich-Ring ankam, trainierte Nelson Piquet dort gerade. Der Anblick des vorbeirasenden Wagens, das Kreischen des Turbomotors und die Schaltgeräusche am Ende der Start-Ziel-Geraden schockierten mich. Ich der Nacht vor Kursbeginn konnte ich kaum schlafen und meine ersten Versuche im herumhopsenden Formel-Wagen endeten in einem Dreher, den ich nicht mal im Ansatz kommen sah. Mir reichte es und ich ging wieder studieren.

RL: Inzwischen tun Sie das wieder auf der Rennstrecke. Probieren geht über studieren?

NB: Praxisnah forschen bedeutet für mich: interdisziplinär zu arbeiten und selbst die erste Versuchsperson zu sein.

RL: Welche Disziplinen sind das?

NB: Als Betriebswirt bin ich im Hauptstudium in die Wirtschaftsinformatik eingetaucht. In der Promotion zum Thema Data Mining und KI spielten Statistik und Informatik eine große Rolle. Später kam ich über psychologische Fragen der Informationsverarbeitung zur Neurobiologie – und zur Wahrnehmung. Aktuell investieren wir viel, um das Sehen zu erforschen – weil es noch so wenig verstanden wird.

RL: Dass das Lesen von Management-Berichten viel mit Sehen zu tun hat, leuchtet ein. Wie kommt das Rennfahren ins Spiel?

NB: Der Zusammenhang zwischen Business Intelligence und Motorsport erklärt sich in vier Schritten: Business Intelligence muss richtig informieren. Informieren ist lehren, informiert werden ist lernen. Im Motorsport korrelieren die Rundenzeiten mit dem Lehren und Lernen des richtigen Sehens. Am eigenen Lernen entschlüssele ich die Geheimnisse des Sehens und entdecke neue Ansätze für das Lehren und Informieren.

RL: Man sollte meinen, sportliche Erfolge hängen stark am Talent und Motorsport hat viel mit der Koordination von Händen und Füßen zu tun?

NB: Tatsächlich steuert man ein Rennauto mehr mit den Augen als mit Händen und Füßen. Grob gesagt: Man fährt dorthin, wohin man schaut. Jedes Mal, wenn ich Sehfehler ausgemerzt hatte, wurde ich schneller.

RL: Das klingt nach einem bewussten Prozess, den man im Business Intelligence vom Leser abverlangen muss. Müssen Manager in die Sehschule?

NB: Wir alle müssen dahin. Unsere Spitzensportler zum Beispiel können international nur noch mithalten, wenn sie ihre Augen trainieren. Die meisten Menschen an Computerarbeitsplätzen können nicht ohne Lineal in derselben Zeile bleiben. Dass man das im Bildungsministerium bisher nicht zur Kenntnis zu nehmen scheint, ist ein Wettbewerbsnachteil für unsere Wirtschaft.

RL: Computerarbeiter brauchen dieselben Sehfähigkeiten wie ein Tischtennisprofi?

NB: Wenn Software weiterhin so doof gemacht ist wie bisher: ja.

RL: Was bedeutet das konkret fürs Business Intelligence?

NB: Rennstrecken sind „challenges by design“, blinde Kuppen und sich verengende Kurven machen es dem Auge mit Absicht schwer. Eine erste Maßnahme im Business Intelligence ist daher, es dem Auge leicht zu machen. Was leicht und was schwer ist, lernt man auf Rennstrecken mitunter schmerzhaft. Falsch gesetzte Kontraste und unnötig Auffälliges lenken das Auge ab und man liest und lenkt falsch.

RL: Das bedeutet, Sie kommen von der Rennstrecke zurück, gehen in Ihre Entwicklungsabteilung und geben neue Funktionen in Auftrag?

NB: Nein, das mache ich vorher schon telefonisch. Im Ernst: Die Schlussfolgerungen, nicht nur für Software, liegen derart auf der Hand, dass wir auch in Randbereichen unseres Tuns Patente anmelden und bekommen konnten. Genau genommen ist es eine Schande, wie entsetzlich augenfeindlich die Dinge gestaltet sind, die uns das Leben erleichtern sollen.

RL: Haben Sie ein Beispiel für so eine Schlussfolgerung?

NB: Auf dem Circuito Espana hatte ich mehrere Runden lang Schwierigkeiten, die Einfahrt in eine Schikane zu meistern. Jedes Mal wollte ich geradeaus weiterfahren statt abzubiegen. Nach einigem Nachdenken und Studium der On-board-Aufnahmen kam ich dahinter, warum: Geradeaus stand eine Reihe Pylonen. Die auffällig rot-weiße Lackierung lenkte jedes Mal meinen Blick ab, meine Hände folgten – bis ich lernte, diese Auffälligkeit zu ignorieren. Also gilt: Was immer wir gestalten, das Auffälligste muss das Wichtigste sein. Denn dort blickt das Auge unweigerlich hin.

RL: Was macht man mit dieser Erkenntnis in Business-Intelligence-Software?

NB: Vieles. Jedes Pixel soll Information tragen. Daten müssen Signale formen, die in der peripheren Wahrnehmung gegebenenfalls ergänzt, aber nicht konterkariert wird. In unserer Software nennen wir das: Berichtswetter. Den Umweg, den viele Grafiken darstellen, können wir abkürzen durch typografische Skalierung von Zahlen – unsere sogenannten Bissantz’Numbers. Vieles, was heute noch statisch ist, kann interaktiv werden, sodass gedankliche Sequenzen mit Interaktionssequenzen in Übereinstimmung gebracht werden. Ich spreche hier vom Haptic Reasoning, das den Kern unser DeltaApp ausmacht. Und ganz allgemein brauchen wir alle dringend Lernprogramme, um spielerisch unsere Augen zu trainieren. Da ist noch einiges zu tun.

(zitiert nach: https://blog.bissantz.de/fuer-die-wissenschaft-rasen/)

Aufs falsche Pferd gesetzt. Oder welchen Wert haben Referenzen?

Haben Sie auch schon einmal eine Gefälligkeitsreferenz abgegeben? Für einen (ehemaligen) Kollegen/Kollegin oder Schulfreund(in). Der/die Sie gebeten hatte, gegenüber einer beauftragten Personalberatung “ein gutes Wort einzulegen?”

Aus aktuellem Anlass erlauben wir uns, eine weitere Beratungslösung anzudeuten: Für die Nachbesetzung einer Aufgabe im oberen Management eines Weltmarktführers wurden wir beauftragt, über einen Kandidaten Erkundigungen einzuholen. Und zwar weit über die üblichen Referenzen hinaus.

Wir fanden heraus, dass er bei seinem vorherigen Arbeitgeber als Führungskraft gescheitert war. Eher als Einzelkämpfer orientiert, mit einem Schuss Arroganz, war er nicht in der Lage, ein Team zu führen. Dadurch wurde er zu einer Ursache für Konflikte in seinem Verantwortungsbereich und darüber hinaus.

Er war deshalb für nahezu ein Jahr, bei vollen Bezügen, freigestellt worden.

Wir fragen uns nicht wirklich, warum in seinem Arbeitszeugnis die Zusammenhänge so nicht erkennbar sind. Wir wissen allerdings, dass eine ausgeprägte Teamfähigkeit für die neue Aufgabe spielentscheidend sein wird.

Sein einziger Vorteil wäre seine kurzfristige Verfügbarkeit gewesen. Aber um welchen Preis?

Wir arbeiten seit 25 Jahren für Unternehmen unterschiedlichster Branchen und Größen. Wir haben ein Netzwerk, das es uns erlaubt, über die üblichen Arbeitszeugnisse und Referenzen hinaus qualifizierte Einschätzungen abzugeben. Das kann Ihnen viel Geld sparen.

Testen Sie uns!

Wieder keine weißen Weihnachten

Das Projekt “Weiße Weihnachten” wird auch dieses Jahr wieder scheitern. Wer hat (immer) Schuld?
Der amerikanische Präsident?
Der “Diesel”?
China?
Wir empfehlen: www.wetterbestelldienst.de
Dumm nur, dass die Autolobby in Deutschland schon lange vor uns mildes Wetter für die Weihnachstfeiertage bestellt hat, wegen der verringerten Unfallgefahr.
Oder war es die OPEC?
Oder die Deutsche Bahn?

Das confidence-Team wünscht besinnliche Weihnachtsfeiertage
und einen Guten Rutsch!



“Pferde wechseln” / “Stufen” bei Hermann Hesse

Einiges hat sich schon geändert, z. B. fahre ich mittlerweile McLaren MP 650S GT3. Mit dem BMW Z4 GT3 schien eine Grenze für mich erreicht, bei 7:20 min auf der Nürburgring Nordschleife . Also habe ich die Pferde gewechselt. Mit dem McLaren komme ich jetzt auf 7:05 min, Ziel bis zum Jahresende sind 7:00 min glatt. Mittlerweile sind es ca. 540 Nordschleifen-Runden Erfahrung (durchschnittlich 3 Runden pro Büro-Tag als schnelles Rennen), alle bei Tageslicht und schönem Wetter, mit Assetto Corsa (Das ist kein Renn-Coach oder italienischer Weinessig sondern eine Software zur Race-Simulation für PCs). Meine selbstgewählten “Mitstreiter” sind ein AMG GT3 und eine Corvette ZR 7 GT3. Alle mit ca. 550 Pferdestärken laut GT3-Reglement. So ein schnelles Rennen dauert dann insgesamt ca. 21:30 min – bei voller Konzentration –  und stellt eine ideale Pause / Konzentrationsübung / Ablenkung vom “Büro-Alltag” dar. Und viel gesünder als Zigarettenpausen ist es allemal.

Im übertragenen Sinn habe ich noch ein anderes Pferd gewechselt:

Ein Freund hatte mir einen youtube-link zu Kinga Glyk geschickt, einer virtuosen polnischen E-Bass-Spielerin.

https://www.youtube.com/watch?v=S2QmtENFh2Y

Das hat mich so gepusht, dass ich mir spontan bei Richy, dem Musikinstrumentespezialist in Freiberg am Neckar, einen E-Bass samt Verstärker gekauft habe. Bei seiner Musikschule bin ich ab sofort aktiv. Mein Gitarrenlehrer Peter bringt mir mit viel Einfühlungsvermögen diverse Blues von Kinga Glyk bei. Das macht großen Spaß.

Vom Cello zum E-Bass. Eine neue Erfahrung, als Anfänger mit sechzig, auf der Musikschule. So zieht Demut ein.

Herrmann Hesse hat mich seit frühester Jugend begleitet. Er beschreibt eindringlich in seinem Gedicht “Stufen” die Notwendigkeit zur – und die Chancen für – Veränderung. Es bleibt allerdings jedem selbst überlassen, die Zeichen der Zeit rechtzeitig zu erkennen, sich zu (ver-) ändern, bevor man verändert wird. Bei mir wird jedenfalls nicht auf dem Grabstein stehen “former CEO of hanswas”, if you know what i mean 😉

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden,
Wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde!