All posts filed under: Querdenken

Warum die Milch teurer wird

20-50% teurer – Ein Alptraum für den Schnäppchenjäger. Bleibt eigentlich nur noch, Milch mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum zu kaufen, zum halben Preis selbstverständlich. Aber wo gibt es die? Da müssen wir eben die Lebensmittelmärkte mit unserem Diesel abklappern. Für Milch, Butter und Käse. Die Internet-Spezialisten von confidence haben mir erklärt, dass meine Artikel zu lang sind. Der Leser wechselt, wenn er mehr als zwei oder drei Mal scrollen muss, entnervt die Seite. Also versuche ich es dieses Mal kürzer. Die Bild-Zeitung schafft es schließlich auch immer wieder, komplexe Sachverhalte mit plakativen Überschriften so rüberzubringen, damit sie der Mann von der Straße versteht. Milch teurer weil Diesel zu billig. Haben Sie das jetzt verstanden? Prima. Und falls doch nicht, lesen und scrollen Sie bitte weiter. Die Globalisierung hat dazu geführt, dass wir auch entfernteste Märkte gezielt erreichen können. Zum Beispiel mit Milchpulver. (Das entspricht jetzt dem Fettgedruckten unter der Überschrift) Hier wechselt der Mann von der Straße von unserer Seite auf den Sportteil seiner Internet-Online-Zeitung. Für die Intellektuellen unter uns noch zwei ergänzende und vielleicht erhellende Sätze: …

Warum der “Diesel” keine Chance (mehr) hat

Der Diesel ist in, oder besser gesagt, war (noch nie) in. Ab einer gewissen Fahrzeugklasse bzw. einem gewissen Fahrzeuggewicht war es in der Vergangenheit, und das ist bis heute so, durchaus sinnvoll, einen hubraumgroßen Dieselmotor mit (Bi-) Turbo-Aufladung mit einem Geländewagen (nebst vollem Pferdeanhänger) zu kombinieren. Und zwar genau in dieser Reihenfolge. Wir sind sicher, dass der neue Audi Q7 mit V12-Dieselmotor, sechs Litern Hubraum und 500 PS für genau diesen Einsatzzweck fertig entwickelt wird (von 0 auf 100 km/h in 5,5 Sekunden, Spitze 250 km/h, abgeregelt). Denn Audi steht, wie wir mittlerweile gelernt haben, für “Vorsprung durch Technik“. Stattdessen verpflanzt ihn Audi in den (Rennsport) R10 TDI und gewinnt damit die 24 Stunden von LeMans. Auch wenn Peugeot nächstes Jahr ebenfalls mit einem V12-Diesel-HDI dieses Rennen gewinnen wird oder zumindest von der Papierform her gewinnen müsste, dürften diese Ergebnisse nicht (mehr) ohne weiteres auf die Einsatzbedingungen des normalen Straßenverkehrs übertragbar sein. Ein Drehmoment von annähernd 1.000 Nm ändert nichts an der Tatsache, dass moderne Diesel-Fahrzeuge ca. 30% länger übersetzt sind als vergleichbare (große) Benzineinspritz-Fahrzeuge. …