Author: Rainer Linse

Dr. Gerhard Hergenröder ist jetzt bei confidence

Jetzt ist es offiziell, d. h., bei LinkedIn veröffentlicht: Dr. Gerhard Hergenröder, seit dem Jahr 2000 Technischer Direktor des Regionalen Rechenzentrums in Erlangen (RRZE), ist zum 1. August 2020 als Freiberufler bei der confidence consult GmbH Beratung-Training-Coaching in Freiberg am Neckar als Geschäftsfeldleiter “Education” angetreten. Bereits seit eineinhalb Jahren wirkt er (mit genehmigter Nebentätigkeit) bei unserem Projekt “Neuausrichtung des Rechenzentrums” der Universität der Bundeswehr München mit. Im Gegensatz zu vielen Beratern hat er etwas Richtiges gelernt. Er hat eine Lehre als Maschinenbauer abgeschlossen und kann deshalb mit einer Schieblehre umgehen. Er ist also prädestiniert für Schule, Lehre, Forschung, Universität, bei uns “Education” genannt. Wir kennen uns seit 1996, als wir im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Baden-Württemberg, die Migration von SAP R2 zu R3 begleiten durften. Hergenröder war damals Leiter Rechenzentrum Uniklinik Tübingen. Eine internationale Großberatung, die es heute nicht mehr gibt und die mit A. A. abgekürzt wurde, hatte erfolglos versucht, das Thema umzusetzen. Wir konnten helfen, indem wir den täglichen Vierkampf im Krankenhaus (Ärztlicher Dienst, Pflegerischer Dienst, Verwaltung, Personalrat) in …

Das Robert-Koch-Institut (RKI) auf dem Holzweg?

So langsam dämmert es uns: Haben wir uns von den Falschen beraten lassen oder sind wir einfach nur falsch beraten worden? Noch Anfang Februar 2020 erklärte Professor Dr. Lothar H. Wieler, ein Tierarzt und Fachtierarzt für Mikrobiologie, in seiner Eigenschaft als Präsident des RKI, dass vom “Coronavirus” keine große Gefahr für uns ausginge. Vielleicht sollte das schon die erste Beruhigungspille für uns sein, um Zeit zu gewinnen. Die erste Welle haben wir gut überstanden, insbesondere im Vergleich mit anderen europäischen Staaten, die ein Mehrfaches an “Corona-Toten” beklagen mussten. Wir haben einfach mehr Intensivbetten und Personal dafür einsetzen können. Es blieb aber überall offen, ob die, zumeist älteren Toten, wegen oder mit Corona starben. Schon zu einem frühen Zeitpunkt forderte Dr. Nicolas Bissantz, der deutsche Business-Intelligence-Unternehmer aus Nürnberg, unter dem Dreiklang “Sehen, verstehen, handeln!”, Tote systematisch (auch anonym) zu obduzieren. Ausserdem sollten Feldtests (Schlechtes Beispiel: Heinsberg-Studie) plausible Rückschlüsse auf Durchdringung und Gefährlichkeit ermöglichen. Warum wird das erst jetzt diskutiert? Wieler warnt uns vor einer zweiten Welle, der wir ab sofort ausgesetzt sein werden. Der Gipfel des …

Steckt Greta dahinter?

Die Welt gerät aus den Fugen. Oder wehrt sie sich nur? Selbst unser Fußball-Bundestrainer Jürgen Löw wird philosophisch nachdenklich. Dieter Nuhr merkt an, die Welt könne sich nicht wehren. Das wäre in etwa so, als wenn der Bundestrainer nach einem verlorenen Spiel gegen Holland behauptete, der Ball sei Schuld gewesen. Die Fußball Europameisterschaft 2020 ist jedenfalls verschoben. Ebenso der Formel 1-Start und die Olympischen Spiele. Keine Flüge, keine Kreuzfahrten, keine unnötigen Autofahrten, Automobilwerke weltweit geschlossen, dafür Corona-Partys im kleinen Kreis mit Spaghetti und Toilettenpapiersauce. Nur die Wenigsten werden (mit dem Segelboot) ins Büro kommen. Homeoffice: Familien lernen sich ganz neu kennen. Von 180 km/h auf Schrittgeschwindigkeit, wenn überhaupt, bei 60 Kilometer Stau an der polnischen Grenze, weil sie dort ca. 15 Minuten für die Überprüfung eines LKWs brauchen (könnten ja Flüchtlinge versteckt sein). Gehen dafür in Polen Medikamente aus? Die Politik überhäuft uns mit Notprogrammen, Notfallhilfen, Steuerstundung, Kurzarbeit und Helikoptergeld. Zum Glück ist Geld da. Per Gesetz können Mieter entscheiden, ob sie die Miete bezahlen können, oder ob der Vermieter sie stunden muss. Eine ganz …

Für die Wissenschaft rasen

Bissantz & Company betreibt Grundlagen­forschung für Business Intelligence – auf der Rennstrecke. Jetzt setzte der Gründer und wissenschaftliche Leiter Dr. Nicolas Bissantz eins drauf: Um die Wirksamkeit neuer Konzepte zum Entscheiden unter Druck nachzuweisen, konkurrierte er in der Porsche Sprint Challenge Central Europe (PSCCE), einer FIA-Rennserie, die mit getrennten Klassen für Profis und Amateure international ausgetragen wird. Zur Vorbereitung setzt Bissantz auf bessere Lernkonzepte und Simulation. Über die Verbindung von Forschung in Management und Motorsport spricht er mit Rainer Linse, dem Geschäftsführer von confidence consult und langjährigen ICV-Mitglied – der selbst ein begeisterter Sim Racer ist. Rainer Linse: Dr. Bissantz, Sie sind Unternehmer, der seine Doktorarbeit zur Grundlage für die Gründung gemacht hat, und erforschen seit 25 Jahren die Analyse betriebswirtschaftlicher Daten. Jetzt fahren Sie in der PSCCE mit und haben dort in den ersten Rennen schon vier Mal auf dem Podium gestanden. Haben Sie Benzin im Blut und gehen jetzt unter die Rennfahrer? Nicolas Bissantz: Weder noch. Im Gegenteil bin ich froh, einen Bürojob zu haben und vor allem mit dem Kopf arbeiten zu dürfen. Permanent …

Aufs falsche Pferd gesetzt. Oder welchen Wert haben Referenzen?

Haben Sie auch schon einmal eine Gefälligkeitsreferenz abgegeben? Für einen (ehemaligen) Kollegen/Kollegin oder Schulfreund(in). Der/die Sie gebeten hatte, gegenüber einer beauftragten Personalberatung “ein gutes Wort einzulegen?” Aus aktuellem Anlass erlauben wir uns, eine weitere Beratungslösung anzudeuten: Für die Nachbesetzung einer Aufgabe im oberen Management eines Weltmarktführers wurden wir beauftragt, über einen Kandidaten Erkundigungen einzuholen. Und zwar weit über die üblichen Referenzen hinaus. Wir fanden heraus, dass er bei seinem vorherigen Arbeitgeber als Führungskraft gescheitert war. Eher als Einzelkämpfer orientiert, mit einem Schuss Arroganz, war er nicht in der Lage, ein Team zu führen. Dadurch wurde er zu einer Ursache für Konflikte in seinem Verantwortungsbereich und darüber hinaus. Er war deshalb für nahezu ein Jahr, bei vollen Bezügen, freigestellt worden. Wir fragen uns nicht wirklich, warum in seinem Arbeitszeugnis die Zusammenhänge so nicht erkennbar sind. Wir wissen allerdings, dass eine ausgeprägte Teamfähigkeit für die neue Aufgabe spielentscheidend sein wird. Sein einziger Vorteil wäre seine kurzfristige Verfügbarkeit gewesen. Aber um welchen Preis? Wir arbeiten seit 25 Jahren für Unternehmen unterschiedlichster Branchen und Größen. Wir haben ein Netzwerk, …

“Pferde wechseln” / “Stufen” bei Hermann Hesse

Einiges hat sich schon geändert, z. B. fahre ich mittlerweile McLaren MP 650S GT3. Mit dem BMW Z4 GT3 schien eine Grenze für mich erreicht, bei 7:20 min auf der Nürburgring Nordschleife . Also habe ich die Pferde gewechselt. Mit dem McLaren komme ich jetzt auf 7:05 min, Ziel bis zum Jahresende sind 7:00 min glatt. Mittlerweile sind es ca. 540 Nordschleifen-Runden Erfahrung (durchschnittlich 3 Runden pro Büro-Tag als schnelles Rennen), alle bei Tageslicht und schönem Wetter, mit Assetto Corsa (Das ist kein Renn-Coach oder italienischer Weinessig sondern eine Software zur Race-Simulation für PCs). Meine selbstgewählten “Mitstreiter” sind ein AMG GT3 und eine Corvette ZR 7 GT3. Alle mit ca. 550 Pferdestärken laut GT3-Reglement. So ein schnelles Rennen dauert dann insgesamt ca. 21:30 min – bei voller Konzentration –  und stellt eine ideale Pause / Konzentrationsübung / Ablenkung vom “Büro-Alltag” dar. Und viel gesünder als Zigarettenpausen ist es allemal. Im übertragenen Sinn habe ich noch ein anderes Pferd gewechselt: Ein Freund hatte mir einen youtube-link zu Kinga Glyk geschickt, einer virtuosen polnischen E-Bass-Spielerin. https://www.youtube.com/watch?v=S2QmtENFh2Y Das …

Das Beste oder (wieder) nichts, die zweite

Jetzt haben wir es schriftlich: Der Daimler-Geschäftsbericht 2017 weist in seinem Chancen- und Risikobericht ab Seite 155 auf die Zusammenhänge (auch im Vergleich mit anderen Automobilherstellern) zur “Dieselthematik” hin. Eine schöne Umschreibung für einen vorsätzlichen Betrug durch unzulässige Abschaltvorrichtungen für die Abgasreinigung. In Deutschland wird wegen des Verdachts des Betrugs und betrügerischer Werbung von Daimler-Dieseln ermittelt. In den USA kommen Sammelklagen von Kunden für Schadenersatz wegen überhöhter Abgaswerte und geforderte Kompensationen von Aktionären für Kursverluste hinzu. “Soweit solche rechtlichen Verfahren zum Nachteil von Daimler ausgehen, können sich hieraus erhebliche Schaden- sowie Strafschadenersatzzahlungen, Nachbesserungsarbeiten, Rückrufaktionen, Bußgelder oder sonstige kostenintensive Maßnahmen ergeben” (Zitat Daimler Geschäftsbericht 2017). Bei VW ist in diesem Zusammenhang schon die stolze Summe von über 30 Mrd. EURO aufgelaufen und ein Ende noch nicht absehbar. Schon im Dezember 2015 hatte Dieter Zetsche verkündet: “Wir halten uns grundsätzlich an die gesetzlichen Vorgaben und haben keinerlei Manipulationen an unseren Fahrzeugen vorgenommen.” Das war wohl (wieder) nichts. Nichts dran war übrigens am BMW 320d, den die “Deutsche Umwelthilfe” anscheinend so “malträtierte”, bis er überhöhte Abgaswerte ausspuckte. Das …

Das Beste oder (wieder) nichts?

Der Mann mit dem auffallenden Schnauzbart hatte es geschafft: Er trägt keine Krawatte mehr und bevorzugt Jeans mit Sneakers. DAIMLER ist in den Premium-Märkten wieder Nr. 1, was den Absatz (also die Stückzahlen) angeht. DAIMLER-Chef Dieter Zetsche wurde von seinen Mitarbeitern zum Chef des Jahres gewählt. Die aktuelle Marketing-Kampagne “Was bedeutet eigentlich Intelligenz?” zur Bewerbung der neuen E-Klasse einschließlich EQ als Plug-in-Hybrid vermittelt den Eindruck, die Zukunft im Griff zu haben. Und die Vergangenheit? Wenn es stimmt, was die Stuttgarter Nachrichten (unter Berufung auf “Süddeutsche Zeitung”, NDR und WDR) heute auf ihrer Titelseite schreiben, dann wird der Autobauer verdächtigt, über einen Zeitraum von fast zehn Jahren Fahrzeuge mit einem unzulässig hohen Schadstoffausstoß verkauft zu haben. Es soll sich um mehr als eine Million Fahrzeuge mit den Motoren OM 642 (350d) und OM 651 (200 CDI, 220 CDI und 250 CDI in nahezu allen Baureihen) zwischen 2008 und 2016 handeln. Im Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Stuttgart heiße es, DAIMLER habe die unzulässige Abschalteinrichtung entgegen den Vorschriften dem Kraftfahrtbundesamt als Genehmigungsbehörde nicht offengelegt. Die Autos seien demnach nicht …