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Wir dopen alle (auch bei der Tour de France)

Selbsterkenntnis ist bekanntermaßen der erste Schritt zur Besserung. Jawohl, ich gebe es zu, ich bin mitschuldig. Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass die Veranstalter im Interesse des Zuschauers die einzelnen Etappen so gestalten, dass die Rennen spannend sind, dass Ausreissversuche meist erfolglos bleiben, dass die Taktik (un) durchschaubar ist, dass die Mannschaftsleistung mehr zählt als die Einzelleistung und insbesondere, dass der Veranstalter alles tut, um einen fairen Wettkampf zu gewährleisten, insbesondere beim Thema Doping. Vermutlich sind wir alle gedopt. Was stört uns daran mehr: Dass wir unserem Körper schaden oder dass wir uns nicht an die Regeln halten? Ist es nicht spannender, zu erfahren, wer wieder einmal des Dopings überführt wurde, als wer die Etappe, das Rennen, Spiel oder den Wettkampf gewonnen hat? Claudia Pechstein hat es erwischt und bei dem sympathischen österreichischen Gewichtheber mit deutschem (Ex-DDR) Trainer würde es auch (nicht wirklich) überraschen. Heute weiß ich, dass bei der Tour eine andere Strategie dahinter steckt: Die einzelnen Etappen haben etwa 20% Überlänge. Das ist wie im Kino, wo wir gewohnt sind, nach 90 …

Wir können (eben nicht) alles, ausser Hochdeutsch

Stuttgart schien wieder vorne zu sein, ob LBBW, VfB, Mercedes oder Porsche. Alles Bluff, Wunschdenken, Tricksereien und Größenwahn? Der Autor, Jahrgang 1958, erblickte im alten Robert Bosch Krankenhaus in Stuttgart, der heutigen Landespolizeidirektion Baden-Württemberg, das Licht der Welt. Wir hoffen, dass das kein schlechtes Omen ist. Aber dafür ist er waschechter Schwabe und darf diesen Artikel über Schwaben schreiben! Schlecht konnte einem allerdings werden, wenn man heute miterleben musste, wie die HWA-Mercedes die, in der Meisterschaft führenden Fahrer samt ihrer Audis bei der Deutschen Tourenwagen Masters in Barcelona systematisch “rauskegelten”. Jetzt fahren schon nur noch zwei Marken in dieser “Rennsportklasse”, die übrigens vom Weltverband FIA nicht als Weltmeisterschaft anerkannt ist. Insofern müssen keine (weiteren) 100 Mio., von was auch immer, zurückgestellt werden, weil Max Mosley den smarten Argumenten keinen Glauben schenken dürfte. Und der Präsident der “ITR” wird auch, nicht wirklich, schlichten können, denn HWA steht für Hans-Werner Aufrecht, und der ist, wie an anderer Stelle bereits ausgeführt, der Initiator und Chef dieses Zirkusses (ITR)! Norbert Haug, Mercedes Motorsportdirektor und, daimlerintern, anerkannter Choleriker, wies allerdings …