Ausgewählte Projektbeispiele

Warum google so erfolgreich ist

1,47 Mrd. US $ Gewinn in 2005, das muss man erst einmal verdauen, mit einer Internetsuchmaschine, was immer auch dahinter steckt. Mit der deutschen Version verhält es sich ähnlich.

Wie geht das? Durch Werbe-Banner. Vielleicht. Aber das Internet ist doch “kostenlos“? Zumindest für den User. Allerdings nicht umsonst. Und vielleicht zahlen wir sogar einen (zu) hohen Preis.

Mittlerweile dürfte sich herumgesprochen haben, dass man Platzierungen in Suchmachinen beeinflussen, ja regelrecht kaufen kann. Eine nützliche Investition? Vielleicht. Aber es bleibt ein Beigeschmack: Denn der User wird offensichtlich getäuscht.

Damit könnte man auch wieder “Geld verdienen”:

Man entwickelt eine Internet-Verifizierungs-Suchmaschine, die die tatsächlichen Platzierungen einschließlich der “Tricksereien” ausweist. Technisch sicherlich bereits möglich. Wahrscheinlich gibt es das bereits. Und die zugehörige Vision lautet dann: “Ehrlich währt am längsten”, oder, um mit Christian Morgenstern zu sprechen: “Die Sonne bringt es an den Tag”. Und die Erfinder planen bereits den Gang an die Börse mit dem schönen Firmennamen “Trooble“.

Das setzt sich zusammen aus true (wahr), erinnert mit den “oo`s” an google und die o`s lassen sich beliebig verlängern. Und dann entsteht noch ein schönes Wortspiel: Von “trooble” zu “trouble” muss man nur einen Buchstaben auswechseln, und schon ist man die bei den Schwierigkeiten bzw. Risiken für Suchmaschinen-Nutzer, die häufig gar nicht wissen, was mit ihren eingegebenen Suchbegriffen und IP-Adressen im Hintergrund alles angestellt und ausgewertet werden kann.

Die meisten gehen mit ihren Daten sowieso arglos um: Sie haben Kunden- und Pay-back-Karten und glauben, dass sie mit den (Rabatt-) Punkten über ein nettes Zusatzeinkommen verfügen können. Aber um welchen Preis? Data-Mining ist das Stichwort.

Die CSU in Bayern nennt das ein bisschen anders: Dort spricht man von Dossiers, die angelegt und gepflegt werden, um sie, zum passenden Zeitpunkt zu öffnen. Zum Beispiel, wenn in der Partei oder Fraktion neue Posten besetzt werden sollen (oder müssen). Oder wenn ein Ministerpräsident endlich an- oder abgeschossen werden muss. Man kann das auch telefonisch initiieren bzw. erfragen.

Denn irgendwie sind wir doch alle erpressbar: Wir rauchen und trinken zuviel, fahren zu schnell Auto und telefonieren gleichzeitig mit dem Handy, werden vom Blitzer mit unserer Freundin im Auto fotografiert, besuchen Männer-Clubs, wobei nicht die Rotarier gemeint sind, und geben dadurch immer wieder Details unserer Person und Persönlichkeit preis. Ehemalige Fußball-Bundestrainer-Aspiranten sollen sogar Drogen zu sich genommen haben und mussten dann (klein) laut (und keineswegs verschnupft) zugeben, dass der Uli aus der Nähe von Ulm nicht ganz Unrecht hatte. Der Uli dopt sich allerdings auch jeden Abend, wenn er die Produktions- und Absatzzahlen seiner “(Nürnberger) Würstlesfirma” online abruft, denn die eignen sich ganz hervorragend zum Grillen, und der ALDI ist schließlich bei uns um die Ecke.

In Bayern heißt die Verifizierungs-Maschinerie “Nockherberg”, da wird einmal pro Jahr abgerechnet, und zwar zu einem hohen Preis. Frau Hohlmeier kann ein Lied davon singen, Herr Stoiber mittlerweile auch, und Seehofer, Huber, Beckstein nehmen derzeit vermehrt Gesangsunterricht, sogar im Chor. Wobei Herr Seehofer gerne den Kontra-Bass singen würde, leider ist seine Simme nicht tief (-gängig) genug. Und die Fotos von seiner Freundin sind nicht wirklich überall gut angekommen. Aber ein bisschen neidisch sind wir schon: Nochmal Vater werden in dem Alter, wer möchte das nicht?

Bruder Barnabas ist schonungslos (genial). Und der ist jetzt auch schon halber Türke. Wobei mir persönlich Bruno Jonas eine Spur besser gefallen hat. Der wollte aber nicht mehr. Vielleicht waren auch die Repressalien zu groß. Eher nicht. Aber es ist eben wirklich schwierig, immer und überall die Wahrheit verkünden zu wollen oder zu glauben, zu müssen, denn um welche Wahrheit handelt es sich? Lesen Sie Paul Watzlawick und Sie wissen, was ich meine.

Zurück zur Internet-Suchmaschine. Wer könnte Interesse daran haben, Zugriffe auszuwerten? Zunächst einmal Firmen, vielleicht auch Behörden, Bundesinnenminister, Parteien, Lobbyorganisationen, Verbraucherschutzorganisationen, Umwelt- und Tierschutzverbände, Kreditversicherer, Bankenan(l)a(l)lysten, Personalberater oder sogar Geheimdienste? Geheimdienste?

Jetzt hören Sie aber auf mit Ihren Hirngespinsten. Ich bin doch nur im Open Business Club (XING), weil ich beruflich schneller Karriere machen möchte, da können doch ein paar private Angaben (zur Verifizierung oder Referenz-Einholung) nicht wirklich schaden! Auf welchem Marktplatz sind wir denn?

Die Welt ist klein (geworden), durch einen (dummen) Zufall (Referenz-Einholung) könnte bekannt werden, dass ich mich als erfolgreicher Manager eines großen Unternehmens habe von einem Personalberater ansprechen lassen, der mich für ein anderes Unternehmen gewinnen möchte. Ich werde also erpresst, wie, durch viel Geld, wie Otto Waalkes einmal ausführte.

Und damit sind wir wieder beim Internet, wir surfen sozusagen gedanklich zwischen Real und Second Life.

Im Internet sollen Akten aufgetaucht sein, die in Sachsen-Anhalt angeblich verschwunden sind. Sie sollen von mafiösen Strukturen berichten, die Ermittlungen waren allerdings schlecht recherchiert und vor allem, falsch interpretiert. Wer hinter dem Ministerpräsidenten einen Paten vermutet, kann offensichtlich nicht ganz dicht sein. Korruption vielleicht, aber organisierte Kriminalität? In Deutschland? Doch nicht in den neuen Ländern, denn da war die Verifizierungs-Maschine nahezu perfekt organisiert. Und deshalb liest auch die Stasi-Akten niemand mehr. Denn wer die Unwahrheit gesagt hatte, kam eben in den Bau. Und zwar gnadenlos. 15 Jahre können lang sein, und nicht immer kam der Fall der Mauer noch rechtzeitig.

Und der Vorgänger (als Ministerpräsident) hatte, völlig zu Unrecht, erfolglos versucht, seinen Parteifreund als Nachfolger zu verhindern, weil ihm die Vergangenheit (des Nachfolgers) bekannt zu sein schien.

Oder war das in einem anderen Bundesland. Ärger gibt es doch zur Zeit mehr in Leipzig, wo es zu unterschiedlichen Interpretationen im städtischen Wohnungsbau kommen soll. Wer, sagten Sie, war dort früher Oberbürgermeister? Ach ja, der mit dem Cello, bei der erfolgreichen Olympia-Bewerbung, oder war sie etwa nicht erfolgreich? Wird dem nicht auch vorgeworfen, er habe Gutachten zur (Teil-) Privatisierung der Deutschen Bahn etwas “uminterpretiert“?

Ja, zum Glück funktionieren die (Stasi-) Methoden in Deutschland nicht mehr, wir sind zwar auf der Anti-Korruptions-Skala seit 1990 etwas nach hinten gerutscht. Aber nicht wegen der neuen Länder, nein, sondern weil wir von München aus unser internationales Geschäft eben ähnlich betreiben wie die Amerikaner, Franzosen und Engländer schon immer, und die sind auf der Anti-Korruptionsskala schließlich weiter vorne.

Warum die Australier noch weiter vorne sind, erschließt sich uns nicht, denn eigentlich sollen das ja die Nachkommen ehemaliger Sträflinge aus England sein. Allerdings haben Sträflinge, zumindest solange sie im Gefängnis sind, einen klaren Ehrenkodex, sozusagen “Werte”, und ganz am Ende stehen Kinderschänder. Das bekommen die dann auch zu spüren.

So wie Herr Friedmann es fast zu spüren bekommen hätte, als er, völlig zu Unrecht, in Verbindung mit illegaler Prostitution gebracht wurde. Und seinen Job bei den Öffentlich Rechtlichen hinschmiss, um, nach einem halben Jahr bei den Privaten wieder aufzutauchen.

Die sollen übrigens die “Tour de France” noch übertragen, obwohl keiner mehr zuschauen soll. Das ist wie bei McDonalds, keiner geht hin, aber das Franchising-Konzept wird immer wieder ausgezeichnet.

Zurück zu den neuen Ländern: In Berlin soll es ja im Zusammenhang mit Banken zu Irritationen gekommen sein.

Zum Glück haben wir dort einen volksnahen Tribun, der sich sehr erfolgreich bei Parties vermarktet. Die Regierungsgeschäfte hat er an eine rot-rote Koalition delegiert. Böse Zungen behaupten, rosa-rosa wäre ihm lieber, aber die sind noch nicht so weit. Die Deutsche Autofahrer Partei, DAP, (gibt`s die wirklich), soll ja auch erhebliches Potenzial haben, aber deren Interessen werden besser vom ADAC vertreten, einem Gebilde aus Versicherungen, Banken, Tourismusorganisationen und Pannendiensten, das zum Glück, wie ein gemeinnütziger Verein funktioniert und seine “Gelben Engel” professionell vermarktet. So ein Schutzengel hat eben was. Irgendwie putzig, er muss ja nicht gleich vergoldet sein. Dafür haben und tanken wir mit der goldenen Mitgliedskarte (wegen der Punkte) und bezahlen mit der goldenen Kreditkarte, die wir unaufgefordert zugeschickt bekommen haben.

Die Daten werden, übrigens online, dafür benötigt, um uns Zusatz-Nutzen zu bescheren, uns, dem ADAC und keinesfalls anderen, potenziellen Interessenten.

Zurück zur Anti-Korruptions-Skala. Russland ist noch etwas weiter hinten, aber da sie ihr Öl und Gas zum Glück nicht zur Erpressung von mittelbaren und unmittelbaren Marktteilnehmern einsetzen, haben sie gute Chancen, weiter nach vorne zu kommen. Auch durch geschicktes Sponsoring gelingt das immer besser.

Mit dem FC Schalke Null Vier hat man den idealen Werbepartner gefunden, denn seit dem Bundesliga-Skandal sind die sauber. Und Herr Assauer hat ja auch gekündigt, nicht nur, weil seine “Bier-Werbespots” mehr (ein-) bringen, als er als Manager eines finanziell leicht angeschlagenen, professionell geführten, Fußballvereins auf Dauer bekommen könnte. Und das hat er sich auch verdient, denn die Schalke-Arena ist bestens verrohrt, nicht nur mit Kalt- und Warmwaser, sondern auch mit frischem Bier. Der Bier-Konsum im Stadion ist übrigens nahezu konstant, egal ob Schalke gewinnt oder verliert, das sind eben wahre Fans.

Kann ein Verein kritisiert werden werden, bei dessem Hauptsponsor aus Russland ein ehemaliger Bundeskanzler im Ausichtsrat sitzt. Nein. Und auch deshalb wird Russland, relativ schnell, weiter nach vorne kommen, in der Anti-Korruptions-Skala. Und Schalke übrigens auch, die wollen ja mal wieder Meister werden, aber die Münchner sind einfach besser. Irgendwie haben die immer mehr Geld. Woher nur?

So, jetzt höre ich auf, und begebe mich wieder ins Real Life. Ich ziehe mein Büßergewand an und gehe betteln, nein nicht wirklich. Ich orientiere mich aber an Pater Anselm, der jetzt seine eigene Beratung hat, und (Top-) Managern Werte vermittelt. In einem Kloster im Bayrischen, denn die haben schon immer gewusst, wie`s geht, aber auch, wie man`s (nicht) macht.

Vielleicht ist es besser, wenn ich für alle Fälle die Schutzweste unter meiner Kutte trage, den Schutzhelm vorsorglich mitnehme, und den Reserve-Fallschirm überprüfe. Denn schließlich soll es mir nicht so gehen wie Möllemann, und der hatte einige Sprünge mehr auf dem Buckel (nicht in der Schüssel) als ich.

In diesem Sinne, Ihr Bruder Barnabas aus dem Schwabenland. (Hoffentlich kriege ich jetzt keinen Ärger wegen der Namensrechte)

Zum Glück liest diese Homepage niemand, aber sie ist Teil meiner Therapie. Wir empfehlen Ihnen dazu auch das Buch “Anders ist besser” von Wendelin Wiedeking bzw. “Der Selbstentwickler” von Jens Corssen.

1 Comment

  1. Klaus Bach says

    Ich persönlich würde die seriöse Variante bevorzugen, wobei die sogenannte innovative Farbe hinsichtlich Krazern große Vorteile beinhaltet. Was die Kratzer betrifft, verfüge ich, als Vertreter der 800 ccm mit Turboaufladung, über einen großen Erfahrungsschatz.
    Deshalb klare Empfehlung wenngleich im Widerspruch: Black is beautiful.

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