Year: 2010

Warum heizen wir (nicht) mit Strom (über die Autobahn)?

Der Elektro-Gipfel der Bundesskanzlerin sollte der deutsche Startschuss zum weltweiten Leitmarkt für die Elektromobilität werden und war hochkarätig besetzt: Angela Merkel hatte Martin Winterkorn (VW Konzernchef), Henning Kagermann (Ex-SAP-Chef), Peter Ramsauer (Bundesverkehrsminister), Annette Schavan (Bundesforschungsministerin), Ursula Heinen-Esser (parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium), Hans-Peter Keitel (Bundesverband der Deutschen Industrie), Berthold Huber (IG Metall) und weitere 24 Industriebosse geladen. Das Ziel: Mindestens eine Million Elektroautos fahren 2020 auf Deutschlands Straßen. Das klingt nicht sonderlich anspruchsvoll, bei über 45 Millionen Pkws in Deutschland derzeit. Die Vision: Die deutsche Autoindustrie soll in Zukunft bei der Elektromobilität eine ähnliche Führungsrolle wie heute bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren sicherstellen. Das kann gelingen, aber um welchen Preis? Alle fordern finanzielle Anreize, die zunächst vorgesehenen 615 Mio. Euro für Forschung/Entwicklung und Infrastruktur in den nächsten fünf Jahren seien zu wenig, Kaufanreize im internationalen Vergleich zu gering. Wir bei confidence consult nutzen einen Heizöltank mit 13.000 Litern Fassungsvermögen, für Büro und Haus. Damit könnten wir theoretisch, rein rechnerisch, bei einem Durchschnittsverbrauch von 6,5 Litern Diesel (nicht Heizöl) auf 100 Kilometer exakt 200.000 Kilometer weit fahren, also …

Das altersgemischte Team (der Formel 1)

Bald werden sie wieder im Kreis um die Wette fahren. Der junge Wilde, der neue Alte und der Newcomer, der Geld mitbringen muss, anstatt es zu bekommen. Die Welt ändert sich. Der Jugendwahn bekommt (vielleicht) einen Dämpfer. Wenn es gelingt, dass ein 41-Jähriger „Alter“ im schnelllebigen Formel 1 Zirkus dem 24-Jährigen „Jungen“ zeigt, wie man die (Fahr-) Maschine optimal einstellt, mit welchem Strich man die (Runden-) Zeit verringert und mit welcher Taktik man sich eine (Nacht-) Schicht bzw. ein Rennen einteilt, dann hält der Junge dem Alten dafür den Rücken frei. Soweit die Theorie. Das kann funktionieren. Wenn der Teamgeist stimmt. Damit ist nicht Mercedes-Sportchef Norbert Haug gemeint, sondern das Zusammengehörigkeitsgefühl, das letztes Jahr beim Team BrawnGP mit dazu geführt hat, dass sowohl die Fahrer- als auch die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft gewonnen wurden. Dieses Team heißt jetzt MercedesGP und gehört zu 45,1% Daimler, zu 30% Aabar Abu Dhabi und zu 24,9% Ross Brawn. Wie entsteht Teamgeist? Ross Brawn, der geniale Stratege und Organisator, der kongenial mit Michael Schumacher sowohl bei Benetton (mit unterlegenem Material) als auch bei …