Month: August 2007

Das nahe Ende der Formel 1 für McLaren-Mercedes?

Norbert Haug hat gut lachen: Als Mercedes Sportchef befindet er sich scheinbar in einer komfortablen Position. Seine Formel 1-Fahrer scheinen dieses Jahr die Weltmeisterschaft unter sich auszumachen. Auch wenn Fernando Alonso als amtierender Renault-Weltmeister und Lewis Hamilton als bester Formel 1-Rookie aller Zeiten die Fahrerweltmeisterschaft unter sich auszumachen scheinen (und dabei keine Gelegenheit auslassen, sich mit unfairen Methoden und Provokationen gegenseitig die Punkte wegzunehmen), kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass britisch-deutsche Teams häufig nicht funktionieren (können). Williams-BMW hatte einen ähnlichen Kleinkrieg: Spätestens nachdem bekannt wurde, dass BMW ein komplett eigenes Team aufbauen wollte, lieferte Williams nicht mehr die vollständigen Chassis-, Fahrwerks- und Windkanaldaten. Schließlich macht man die Konkurrenz nicht unnötig schlau, und so wurden die Ergebnisse immer schlechter. Mit dem schweizerisch-deutschen Sauber-BMW-Team ist man auf die Erfolgsstraße zurückgekehrt. Die Britisch-Deutsche Zusammenarbeit war schon einmal schwer belastet: Die Übernahme von Rover durch BMW (keine “Fusion unter Gleichen” bzw. “Hochzeit im Himmel”) und der dadurch entstandene Affront gegenüber Honda, die seinerzeit eine enge Kooperation mit Rover und damit der Welt eigentlich schon bewiesen hatten, dass man mit …

Warum der “Diesel” keine Chance (mehr) hat

Der Diesel ist in, oder besser gesagt, war (noch nie) in. Ab einer gewissen Fahrzeugklasse bzw. einem gewissen Fahrzeuggewicht war es in der Vergangenheit, und das ist bis heute so, durchaus sinnvoll, einen hubraumgroßen Dieselmotor mit (Bi-) Turbo-Aufladung mit einem Geländewagen (nebst vollem Pferdeanhänger) zu kombinieren. Und zwar genau in dieser Reihenfolge. Wir sind sicher, dass der neue Audi Q7 mit V12-Dieselmotor, sechs Litern Hubraum und 500 PS für genau diesen Einsatzzweck fertig entwickelt wird (von 0 auf 100 km/h in 5,5 Sekunden, Spitze 250 km/h, abgeregelt). Denn Audi steht, wie wir mittlerweile gelernt haben, für “Vorsprung durch Technik“. Stattdessen verpflanzt ihn Audi in den (Rennsport) R10 TDI und gewinnt damit die 24 Stunden von LeMans. Auch wenn Peugeot nächstes Jahr ebenfalls mit einem V12-Diesel-HDI dieses Rennen gewinnen wird oder zumindest von der Papierform her gewinnen müsste, dürften diese Ergebnisse nicht (mehr) ohne weiteres auf die Einsatzbedingungen des normalen Straßenverkehrs übertragbar sein. Ein Drehmoment von annähernd 1.000 Nm ändert nichts an der Tatsache, dass moderne Diesel-Fahrzeuge ca. 30% länger übersetzt sind als vergleichbare (große) Benzineinspritz-Fahrzeuge. …