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Schöne Neue (Digitale) Welt

Aldous Huxley hätte seine wahre Freude gehabt: In seinem 1932 erschienenen Roman “Brave New World” beschäftigte er sich schon mit einer Welt, in der Frieden, Freiheit und Stabilität gesichert scheinen. Vermutlich kennen Sie das Buch aus der Schulzeit und/oder Sie haben den Film gesehen, der 1980 erschien (Inszenierung Burt Brinckerhoff) und 1998 für das Fernsehen neu aufgelegt wurde (Dan Wigutow Productions). Wikipedia ist was Feines 😉 Was war noch mal der Preis dafür? Diese Welt kommt nun in etwas anderer Form aber mit gleicher Zielsetzung auf uns zu: Wir müssen nicht mehr (körperlich) arbeiten, das machen zukünftig intelligente und vernetzte Roboter, im Geschäfts- und im Privatleben. Auch geistig müssen wir nicht mehr so viel arbeiten, weil Künstliche Intelligenz uns überlegen scheint: Rechnergestützte Algorithmen sind vielen unserer persönlichen Entscheidungsprozesse überlegen und werden ständig optimiert, was ich von mir als 58-jährigen “Querkopf” nicht gerade behaupten kann. Schachcomputer habe ich mir vorsichtshalber keinen angeschafft, und meine Frau spielt auch nur noch ganz selten gegen mich. (Sie ist blond und versteht unter künstlicher Intelligenz vielleicht etwas anderes.) Stabilität durch …

Die neue “Leitkultur”

Heute im ARD-Morgenmagazin aufgeschnappt: Pünktlich wie die Bahn Sauber wie VW Ehrlich wie der DFB Leider habe ich nicht mitbekommen, aus welcher Tageszeitung zitiert wurde, aber ich ergänze sinngemäß: Ertragsstark wie die Deutsche Bank Glaubwürdig wie der ADAC Zuverlässig wie der TÜV Sicher wie die Rente Hart wie Kruppstahl (oops) Was fällt Ihnen dazu ein? Im transparency international index 2014 sind wir zwar noch auf Platz 12 (zwischen Australien und Island), Platz 1 und 2 halten übrigens Dänemark und Neuseeland, das Jahr 2015 hat es aber wirklich in sich. Mal sehen, wie wir uns entwickeln.

“Controlling einmal anders”

Unter dem Motto “Controlling einmal anders” haben wir die 10. Controlling Competence Stuttgart (CCS) am 29. November 2012 in der IBM-Deutschland-Zentrale durchgeführt. Rainer Linse, der mittlerweile seine Anstecknadel für die 20-jährige Mitgliedschaft im Internationalen Controller Verein erhielt, organisierte und moderierte die Jubiläumsveranstaltung in seiner Eigenschaft als ICV-Delegierter Deutschland Süd (Baden-Württemberg und Bayern). “Self Controlling – Wie ich meine Ziele erreiche” war das Thema des Abschlussvortrags von Joey Kelly, das bewusst ausgewählt wurde, um Controller und “Sich-für Controlling-verantwortlich-Fühlende” darauf hinzuweisen, dass jeder Einzelne von uns den Anforderungen und Maßstäben gerecht werden sollte, die “Controller” so gerne bei anderen anlegen und “monitoren”. Joey Kelly demonstrierte eindrucksvoll, wo und wie wir den Kampf mit dem inneren Schweinehund aufnehmen können. Die über 175 Teilnehmer der Veranstaltung bewiesen, dass auch Controller über Begeisterungsfähigkeit und Selbstkritik verfügen können. Nach dem Grundsatz “Wenn`s am Schönsten ist, soll man aufhören” übergab Rainer Linse mit dem Dank an seine confidence-Partnerin Sabine Reuther und die treuen Mitglieder des ICV-Arbeitskreises Heilbronn-Künzelsau die Verantwortung für die nächste CCS am 28. November 2013 in die bewährten Hände des …

Controlling Competence 2009

Bereits zum zweiten Mal moderierte Rainer Linse die Controlling Competence Stuttgart (CCS). Im neuen IBM Forum in Ehningen trafen sich fast 100 Controller auf Einladung des Internationalen Controller Vereins (ICV) zur Regionaltagung am 19. November 2009. Gerhard Stratthaus, Ex-Finanzminister von Baden-Württemberg und Mitglied des Leitungsausschusses des SoFFin, hielt den Eröffnungsvortrag mit dem Titel: “Finanzkrise – Wirtschaftskrise – Gesellschaftskrise”. “Restrukturierung” war das Thema von Rainer Hribar, CEO der VBH Holding AG. Er stellte das Sanierungsprojekt mit systematischer Vorgehensweise, betriebswirtschaftlicher Untermauerung und mit wertvollen Hinweisen zu Kommunikation und Führung vor. Der Zusammenhang zwischen Innovation und Controlling war Thema von Professor Dieter Spath, Leiter des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO). Er zeigte eindrucksvoll, wo die Reise technisch hingehen kann, wenn Ingenieur und Controller Hand in Hand arbeiten. Herr Linse, hier gemeinsam mit Siegfried Gänßlen, CEO Hansgrohe AG und Vorstandsvorsitzender des ICV, gründete 2005 den ICV-Arbeitskreis Heilbronn-Künzelsau und übergab ihn, wie geplant, 2015 nach 20 Tagungen an seinen damaligen Stellvertreter, Fritz Häussermann. 2007 wurde er von den anderen Arbeitskreisleitern zum stellvertretenden Delegierten Deutschland Süd (Baden-Württemberg/Bayern) , 2010 …

VW oder Porsche, wer übernimmt wen?

Stuttgart macht wieder Schlagzeilen: Der Arbeitsvertrag von LBBW-Chef Jaschinski wird nicht verlängert, Porsche-Chef Wiedeking wird von Ferdinand Piech demontiert und sucht sein Heil in Katar, bei der Kfw und neuerdings (anscheinend) beim DAIMLER. Der hat allerdings andere Probleme. Einige haben sich schon übernommen, anderen steht es noch bevor. Dabei wollten sie eigentlich andere übernehmen. Früher hätte man gesagt: Hochmut kommt vor dem Fall, heute sieht man das pragmatisch: Die “Kleinen” haben sich verzockt. Allerdings ist das kein rein schwäbisches Problem, im Fränkischen ließ auch der Pelzmantel von Maria-Elisabeth Schaeffler die Stimmung kippen. Am Ende des Tages wird wohl Continental die INA-Schaeffler Gruppe übernehmen. Sicherlich, auf unser Mitleid sind die Herrschaften nicht angewiesen, sie werden ausgesorgt haben, bzw. werden in absehbarer Zeit an anderer Stelle wieder gebraucht. Wie konnte das passieren, vor allem mit dieser Dynamik? Wir nennen keine Details, man liest allerdings viel. Häufig  paaren sich Selbstüberschätzung und Realitätsverlust an der Spitze. Der “Gesunde Menschenverstand” wird überlistet, interne Kritik wird unterbunden, Konflikte werden unterdrückt. Solange es eben geht. Der “Blinde Fleck” spielt uns einen Streich, …

Was ist mit dem 2-Liter-Auto?

CO 2 hin oder her, wir beurteilen die Effizienz („Die Dinge richtig tun“) eines Autos nach seinem Verbrauch. Und der hängt von vielen Faktoren ab: Gewicht, Aerodynamik, Größe, Motorleistung, Art des Antriebs etc., Einsatzzweck und nicht zuletzt vom Fahrer. Was halten Sie von der Forderung: In Zukunft kein Auto mit mehr als 2 Liter? Verbrauch oder was? Nein, das ist auf absehbare Zeit unter Berücksichtigung der Sicherheitsstandards nicht zu leisten. Was dann? Größe, genauer gesagt Hubraumgröße. 2.000 ccm, als Obergrenze, und das geht dann vermutlich mit den zunächst vorgesehenen 140-160 g/km CO 2-Ausstoß auf. Schauen wir uns an, was ein moderner 2-Liter-Motor mit nur 4 Zylindern, Direkteinspritzung und (Bi-) Turbo-Aufladung schon heute zustande bringt: als Benziner mit ca. 270 PS und 350 Nm Drehmoment (VW bzw. Audi) als Diesel mit ca. 200 PS und 450 Nm Drehmoment (Mercedes bzw. BMW) Das sind Werte, für die wir noch bis vor Kurzem 8- oder zumindest 6-Zylinder-Motoren mit 2.500 bis 4.000 ccm Hubraum brauchten. Die brauchen wir jetzt nicht mehr! Wer baut eigentlich diese großen Motoren? Amerikaner, nein, …

Feedback

Comment on Training by Ilona Kramer (19.06.2008): Hallo liebe Frau Reuther, mein erstes Feedback scheint verschollen zu sein, ich habe es zumindest nicht entdeckt, daher schreibe ich nochmals kurz – da es ansonsten ein zu großer Zeitfresser wäre 😉 Ich hatte vor dem Seminar Zeit- und Selbstmanagement ganz bestimmte Vorstellungen – wird bestimmt recht trocken mit viel Notizen !! Gott sei Dank war genau das Gegenteil der Fall – eine energiegeladene, gutgelaunte und motivierende Trainerin inmitten eines lockeren, aktiven und ideenreichen Teilnehmerkreis’. Ich habe nicht nur gelernt, wie man seine Papierstapel reduziert – nein, das Seminar bietet viel mehr. Man wird sich über viele Dinge bewusst, die man bisher absolut nicht beachtet und bewertet hat. Vielen Dank Frau Reuther – ich freue mich schon auf das nächste Seminar. Comment on Training by Dirk Hansen (18.04.2008): Hallo Frau Reuther, ich habe schon einige Seminare besuchen dürfen. Aber Ihr Seminar (17/18.04 in Bebra) war mit Abstand das Beste ! Ihre persönliche Art der kurzweiligen Seminargestaltung war sehr,sehr gut. Wie meine Kollegin am Ende gesagt hatte : ” …

“Stars and Cars” in Stuttgart

Am ersten November-Wochenende fand in Stuttgart der alljährliche Event “Stars and Cars” statt. Mit Lewis Hamilton und Mika Häkkinen. Allerdings ohne Formel-1 und ohne DTM-Titel für Mercedes. Das hatten wir bereits im August prognostiziert, obwohl McLaren-Mercedes damals noch alle Trümpfe in der Hand hatte. Jetzt sind sie Fernando Alonso, den zweifachen (Renault-) Weltmeister, wieder los. Man hätte ihn nächstes und übernächstes Jahr auf der Ersatzbank parken können (Drei-Jahres-Vertrag), quasi als erzieherische Maßnahme. Schwierig war die Trennung vor allem deshalb, weil nahezu alle Sponsoren-Verträge, die McLaren letztes Jahr neu abgeschlossen hatte, an Alonso gebunden waren. Damals war noch nicht klar gewesen, ob Lewis Hamilton überhaupt (Formel-1-Rennen) fahren dürfe. Mercedes-Sportchef Norbert Haug hatte Alonso verpflichtet, sozusagen mit Nummer-1-Status, und dann kam Ron Dennis mit seinem “Ziehsohn” Lewis Hamilton, einem Youngster, der (als Nummer 2) gut zu einem Weltmeister hätte passen müssen. Diese Personalpolitik war allerdings eine, mittlerweile erkennbare, Konflikt-Umleitung zwischen Dennis und Haug: Wer, wie Mercedes, nur 40% Anteil am Rennstall hat, der kann eben nicht vollständig über die (Personal-) Strategie bestimmen. Dennis hält 15%, Mansour Ojjeh …

Wer hat Angst vor dem ERA-TV?

Hier handelt es sich nicht etwa um einen neuen Fernseh-Sender, ERA-TV steht für Entgelt-Rahmen-Tarif-Vertrag, eine neue Form der Mitarbeiter-(De-) Motivation. Aber, am besten steigen wir ganz aktuell ein: Wer glaubt, er könne Lok-Führer und “lebende Fahrkarten-Automaten” tariflich in die selbe Schublade stecken, nur eben etwas höher, ist töricht. Zum Glück wird der Nachname des weiblichen Personal-Vorstands der Deutschen Bahn nicht englisch ausgesprochen und auch Herr Mehdorn, der Ex-Druck-Maschinen-Macher, der Ergebnisse von vertraulichen Vier-Augen-Gesprächen mit Herrn Schell, GDL, schnurstracks an die große deutsche Zeitung mit den vier Buchstaben weiterleitet, hat sich als Verhandler nicht gerade mit Ru(h)m bekleckert. In Japan werden die “Lok-Führer” der schnellen Züge wie Piloten bezahlt. Das finde ich gut, denn sowohl die Arbeitsaufgabe als auch die Verantwortung sind vergleichbar. Der Unterschied ist allerdings, dass die Lok-Führer regelmäßig noch Selbstmörder überfahren (müssen). Das könnte man, so zynisch es klingt, mit einer “Belastungszulage vergüten”. Und deshalb rufen wir Herrn Schell zu: “Bleiben Sie standhaft, Sie haben die vernünftigen Bürger auf Ihrer Seite, auch wenn sie heute oder morgen nicht ganz pünktlich zur Arbeit kommen …

Wir können (eben nicht) alles, ausser Hochdeutsch

Stuttgart schien wieder vorne zu sein, ob LBBW, VfB, Mercedes oder Porsche. Alles Bluff, Wunschdenken, Tricksereien und Größenwahn? Der Autor, Jahrgang 1958, erblickte im alten Robert Bosch Krankenhaus in Stuttgart, der heutigen Landespolizeidirektion Baden-Württemberg, das Licht der Welt. Wir hoffen, dass das kein schlechtes Omen ist. Aber dafür ist er waschechter Schwabe und darf diesen Artikel über Schwaben schreiben! Schlecht konnte einem allerdings werden, wenn man heute miterleben musste, wie die HWA-Mercedes die, in der Meisterschaft führenden Fahrer samt ihrer Audis bei der Deutschen Tourenwagen Masters in Barcelona systematisch “rauskegelten”. Jetzt fahren schon nur noch zwei Marken in dieser “Rennsportklasse”, die übrigens vom Weltverband FIA nicht als Weltmeisterschaft anerkannt ist. Insofern müssen keine (weiteren) 100 Mio., von was auch immer, zurückgestellt werden, weil Max Mosley den smarten Argumenten keinen Glauben schenken dürfte. Und der Präsident der “ITR” wird auch, nicht wirklich, schlichten können, denn HWA steht für Hans-Werner Aufrecht, und der ist, wie an anderer Stelle bereits ausgeführt, der Initiator und Chef dieses Zirkusses (ITR)! Norbert Haug, Mercedes Motorsportdirektor und, daimlerintern, anerkannter Choleriker, wies allerdings …