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Für die Wissenschaft rasen

Bissantz & Company betreibt Grundlagen­forschung für Business Intelligence – auf der Rennstrecke. Jetzt setzte der Gründer und wissenschaftliche Leiter Dr. Nicolas Bissantz eins drauf: Um die Wirksamkeit neuer Konzepte zum Entscheiden unter Druck nachzuweisen, konkurrierte er in der Porsche Sprint Challenge Central Europe (PSCCE), einer FIA-Rennserie, die mit getrennten Klassen für Profis und Amateure international ausgetragen wird. Zur Vorbereitung setzt Bissantz auf bessere Lernkonzepte und Simulation. Über die Verbindung von Forschung in Management und Motorsport spricht er mit Rainer Linse, dem Geschäftsführer von confidence consult und langjährigen ICV-Mitglied – der selbst ein begeisterter Sim Racer ist. Rainer Linse: Dr. Bissantz, Sie sind Unternehmer, der seine Doktorarbeit zur Grundlage für die Gründung gemacht hat, und erforschen seit 25 Jahren die Analyse betriebswirtschaftlicher Daten. Jetzt fahren Sie in der PSCCE mit und haben dort in den ersten Rennen schon vier Mal auf dem Podium gestanden. Haben Sie Benzin im Blut und gehen jetzt unter die Rennfahrer? Nicolas Bissantz: Weder noch. Im Gegenteil bin ich froh, einen Bürojob zu haben und vor allem mit dem Kopf arbeiten zu dürfen. Permanent …

Aufs falsche Pferd gesetzt. Oder welchen Wert haben Referenzen?

Haben Sie auch schon einmal eine Gefälligkeitsreferenz abgegeben? Für einen (ehemaligen) Kollegen/Kollegin oder Schulfreund(in). Der/die Sie gebeten hatte, gegenüber einer beauftragten Personalberatung “ein gutes Wort einzulegen?” Aus aktuellem Anlass erlauben wir uns, eine weitere Beratungslösung anzudeuten: Für die Nachbesetzung einer Aufgabe im oberen Management eines Weltmarktführers wurden wir beauftragt, über einen Kandidaten Erkundigungen einzuholen. Und zwar weit über die üblichen Referenzen hinaus. Wir fanden heraus, dass er bei seinem vorherigen Arbeitgeber als Führungskraft gescheitert war. Eher als Einzelkämpfer orientiert, mit einem Schuss Arroganz, war er nicht in der Lage, ein Team zu führen. Dadurch wurde er zu einer Ursache für Konflikte in seinem Verantwortungsbereich und darüber hinaus. Er war deshalb für nahezu ein Jahr, bei vollen Bezügen, freigestellt worden. Wir fragen uns nicht wirklich, warum in seinem Arbeitszeugnis die Zusammenhänge so nicht erkennbar sind. Wir wissen allerdings, dass eine ausgeprägte Teamfähigkeit für die neue Aufgabe spielentscheidend sein wird. Sein einziger Vorteil wäre seine kurzfristige Verfügbarkeit gewesen. Aber um welchen Preis? Wir arbeiten seit 25 Jahren für Unternehmen unterschiedlichster Branchen und Größen. Wir haben ein Netzwerk, …

“Pferde wechseln” / “Stufen” bei Hermann Hesse

Einiges hat sich schon geändert, z. B. fahre ich mittlerweile McLaren MP 650S GT3. Mit dem BMW Z4 GT3 schien eine Grenze für mich erreicht, bei 7:20 min auf der Nürburgring Nordschleife . Also habe ich die Pferde gewechselt. Mit dem McLaren komme ich jetzt auf 7:05 min, Ziel bis zum Jahresende sind 7:00 min glatt. Mittlerweile sind es ca. 540 Nordschleifen-Runden Erfahrung (durchschnittlich 3 Runden pro Büro-Tag als schnelles Rennen), alle bei Tageslicht und schönem Wetter, mit Assetto Corsa (Das ist kein Renn-Coach oder italienischer Weinessig sondern eine Software zur Race-Simulation für PCs). Meine selbstgewählten “Mitstreiter” sind ein AMG GT3 und eine Corvette ZR 7 GT3. Alle mit ca. 550 Pferdestärken laut GT3-Reglement. So ein schnelles Rennen dauert dann insgesamt ca. 21:30 min – bei voller Konzentration –  und stellt eine ideale Pause / Konzentrationsübung / Ablenkung vom “Büro-Alltag” dar. Und viel gesünder als Zigarettenpausen ist es allemal. Im übertragenen Sinn habe ich noch ein anderes Pferd gewechselt: Ein Freund hatte mir einen youtube-link zu Kinga Glyk geschickt, einer virtuosen polnischen E-Bass-Spielerin. https://www.youtube.com/watch?v=S2QmtENFh2Y Das …

Das Beste oder (wieder) nichts, die zweite

Jetzt haben wir es schriftlich: Der Daimler-Geschäftsbericht 2017 weist in seinem Chancen- und Risikobericht ab Seite 155 auf die Zusammenhänge (auch im Vergleich mit anderen Automobilherstellern) zur “Dieselthematik” hin. Eine schöne Umschreibung für einen vorsätzlichen Betrug durch unzulässige Abschaltvorrichtungen für die Abgasreinigung. In Deutschland wird wegen des Verdachts des Betrugs und betrügerischer Werbung von Daimler-Dieseln ermittelt. In den USA kommen Sammelklagen von Kunden für Schadenersatz wegen überhöhter Abgaswerte und geforderte Kompensationen von Aktionären für Kursverluste hinzu. “Soweit solche rechtlichen Verfahren zum Nachteil von Daimler ausgehen, können sich hieraus erhebliche Schaden- sowie Strafschadenersatzzahlungen, Nachbesserungsarbeiten, Rückrufaktionen, Bußgelder oder sonstige kostenintensive Maßnahmen ergeben” (Zitat Daimler Geschäftsbericht 2017). Bei VW ist in diesem Zusammenhang schon die stolze Summe von über 30 Mrd. EURO aufgelaufen und ein Ende noch nicht absehbar. Schon im Dezember 2015 hatte Dieter Zetsche verkündet: “Wir halten uns grundsätzlich an die gesetzlichen Vorgaben und haben keinerlei Manipulationen an unseren Fahrzeugen vorgenommen.” Das war wohl (wieder) nichts. Nichts dran war übrigens am BMW 320d, den die “Deutsche Umwelthilfe” anscheinend so “malträtierte”, bis er überhöhte Abgaswerte ausspuckte. Das …

Das Beste oder (wieder) nichts?

Der Mann mit dem auffallenden Schnauzbart hatte es geschafft: Er trägt keine Krawatte mehr und bevorzugt Jeans mit Sneakers. DAIMLER ist in den Premium-Märkten wieder Nr. 1, was den Absatz (also die Stückzahlen) angeht. DAIMLER-Chef Dieter Zetsche wurde von seinen Mitarbeitern zum Chef des Jahres gewählt. Die aktuelle Marketing-Kampagne “Was bedeutet eigentlich Intelligenz?” zur Bewerbung der neuen E-Klasse einschließlich EQ als Plug-in-Hybrid vermittelt den Eindruck, die Zukunft im Griff zu haben. Und die Vergangenheit? Wenn es stimmt, was die Stuttgarter Nachrichten (unter Berufung auf “Süddeutsche Zeitung”, NDR und WDR) heute auf ihrer Titelseite schreiben, dann wird der Autobauer verdächtigt, über einen Zeitraum von fast zehn Jahren Fahrzeuge mit einem unzulässig hohen Schadstoffausstoß verkauft zu haben. Es soll sich um mehr als eine Million Fahrzeuge mit den Motoren OM 642 (350d) und OM 651 (200 CDI, 220 CDI und 250 CDI in nahezu allen Baureihen) zwischen 2008 und 2016 handeln. Im Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Stuttgart heiße es, DAIMLER habe die unzulässige Abschalteinrichtung entgegen den Vorschriften dem Kraftfahrtbundesamt als Genehmigungsbehörde nicht offengelegt. Die Autos seien demnach nicht …

Hat der Diesel wirklich keine Chance mehr?

Wer regelmäßig unsere Seiten besucht, wird sich erinnern: Vor ziemlich genau zehn Jahren (am 5. August 2007) postete ich hier den Artikel “Warum der Diesel keine Chance mehr hat“. (Lassen Sie sich doch benachrichtigen, wenn sich auf meiner Seite etwas geändert hat. Vielleicht lohnt es sich für sie.) Aus aktuellem Anlass stelle ich ihn hier nochmals zur Diskussion. Mein Spitzname ist mittlerweile “Kassandra“, nicht wegen der Schönheit, sondern wegen der Tragik 😉 Ich weiß nicht mehr, über was ich in Immenstadt gesprochen hatte – Begeisterung (bei den Gastgebern) sieht anders aus 😉 (WIKIPEDIA): (Kassandra (altgriechisch Κασσάνδρα, manchmal auch Κασάνδρα, lat. Cassandra) ist in der griechischen Mythologie die Tochter des trojanischen Königs Priamos und der Hekabe, damit Schwester von Hektor, Polyxena, Paris und Troilos sowie Zwillingsschwester von Helenos. Der Gott Apollon gab ihr wegen ihrer Schönheit die Gabe der Weissagung. Als sie jedoch seine Verführungsversuche zurückwies, verfluchte er sie und ihre Nachkommenschaft, auf dass niemand ihren Weissagungen Glauben schenken werde. Daher gilt sie in der antiken Mythologie als tragische Heldin, die immer das Unheil voraussah, aber …

“WIR SIND NICHT NORMAL.”

Manche wussten es ja schon immer, aber jetzt machen wir es offiziell. Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur (Ver-) Besserung. Nach zehn Jahren mit diesem Webauftritt wollen wir unsere Website kritisch überprüfen und von Ihnen Vorschläge für ein “nicht ganz normales” Erscheinungsbild bekommen. Danke im Voraus und viele Grüße, Rainer Linse und Sabine Reuther http://www.imagesbuddy.com/images/168/confidence-is-sexy-confidence-quote.jpg Dank an Dr. Hergenröder, der uns diesen Link schickte. (gefunden auf otto.de) Er ist Technischer Direktor des RRZE (Regionales Rechenzentrum Erlangen der Friedrich-Alexander-Universität) und seit über zwanzig Jahren unser Kunde. Da er den gleichen Friseur hat wie ich, hat er den Alias “Locke”. 😉  

(Falsch) Umgeparkt im Kopf?

Was würden Sie mit einem Unternehmen machen, das seit 17 Jahren Verluste einfährt? Zum Geschäftsjahresende 2015 waren über 7 Milliarden Euro Verluste aufgelaufen, bei einem Eigenkapital von 5,6 Milliarden war Opel mit 16,6 % überschuldet. 2016 sollte endlich die Wende bringen, wie der Vorstandsvorsitzende Karl-Thomas Neumann mit Energie und Überzeugungskraft immer wieder betonte. Und tatsächlich konnte ein Quartal 2016 mit schwarzen Zahlen abgeschlossen werden. Leider sind zum Jahresende dann doch wieder 257 Millionen Euro Verlust aufgelaufen (ohne das Brexit-Votum und die Pfundschwäche hätte es für schwarze Zahlen gereicht, meint Neumann). Umparken im Kopf war die geniale Werbekampagne, die von der Vorständin Tina Müller entwickelt und umfassend umgesetzt wurde (sie kam von Henkel und verantwortete dort zuletzt das Marketing von Haar-, Gesichts- und Mundpflege bzw. Beauty Care). So eine Kampagne geht eben schneller als eine Neupositionierung im Markt, glaubwürdiger wird sie dadurch nicht. Wenn man mit jedem Auto durchnittlich 210 Euro Verlust macht, wird das mit dem Gewinn eben schwierig (zum Vergleich: Ford Europa verdient mit jedem Auto durchschnittlich 740 Euro, WirtschaftsWoche vom 17.2.2017, S. 64). …