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Wir dopen alle (auch bei der Tour de France)

Selbsterkenntnis ist bekanntermaßen der erste Schritt zur Besserung. Jawohl, ich gebe es zu, ich bin mitschuldig. Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass die Veranstalter im Interesse des Zuschauers die einzelnen Etappen so gestalten, dass die Rennen spannend sind, dass Ausreissversuche meist erfolglos bleiben, dass die Taktik (un) durchschaubar ist, dass die Mannschaftsleistung mehr zählt als die Einzelleistung und insbesondere, dass der Veranstalter alles tut, um einen fairen Wettkampf zu gewährleisten, insbesondere beim Thema Doping. Vermutlich sind wir alle gedopt. Was stört uns daran mehr: Dass wir unserem Körper schaden oder dass wir uns nicht an die Regeln halten? Ist es nicht spannender, zu erfahren, wer wieder einmal des Dopings überführt wurde, als wer die Etappe, das Rennen, Spiel oder den Wettkampf gewonnen hat? Claudia Pechstein hat es erwischt und bei dem sympathischen österreichischen Gewichtheber mit deutschem (Ex-DDR) Trainer würde es auch (nicht wirklich) überraschen. Heute weiß ich, dass bei der Tour eine andere Strategie dahinter steckt: Die einzelnen Etappen haben etwa 20% Überlänge. Das ist wie im Kino, wo wir gewohnt sind, nach 90 …

Was ist mit dem 2-Liter-Auto?

CO 2 hin oder her, wir beurteilen die Effizienz („Die Dinge richtig tun“) eines Autos nach seinem Verbrauch. Und der hängt von vielen Faktoren ab: Gewicht, Aerodynamik, Größe, Motorleistung, Art des Antriebs etc., Einsatzzweck und nicht zuletzt vom Fahrer. Was halten Sie von der Forderung: In Zukunft kein Auto mit mehr als 2 Liter? Verbrauch oder was? Nein, das ist auf absehbare Zeit unter Berücksichtigung der Sicherheitsstandards nicht zu leisten. Was dann? Größe, genauer gesagt Hubraumgröße. 2.000 ccm, als Obergrenze, und das geht dann vermutlich mit den zunächst vorgesehenen 140-160 g/km CO 2-Ausstoß auf. Schauen wir uns an, was ein moderner 2-Liter-Motor mit nur 4 Zylindern, Direkteinspritzung und (Bi-) Turbo-Aufladung schon heute zustande bringt: als Benziner mit ca. 270 PS und 350 Nm Drehmoment (VW bzw. Audi) als Diesel mit ca. 200 PS und 450 Nm Drehmoment (Mercedes bzw. BMW) Das sind Werte, für die wir noch bis vor Kurzem 8- oder zumindest 6-Zylinder-Motoren mit 2.500 bis 4.000 ccm Hubraum brauchten. Die brauchen wir jetzt nicht mehr! Wer baut eigentlich diese großen Motoren? Amerikaner, nein, …

Feedback

Comment on Training by Ilona Kramer (19.06.2008): Hallo liebe Frau Reuther, mein erstes Feedback scheint verschollen zu sein, ich habe es zumindest nicht entdeckt, daher schreibe ich nochmals kurz – da es ansonsten ein zu großer Zeitfresser wäre 😉 Ich hatte vor dem Seminar Zeit- und Selbstmanagement ganz bestimmte Vorstellungen – wird bestimmt recht trocken mit viel Notizen !! Gott sei Dank war genau das Gegenteil der Fall – eine energiegeladene, gutgelaunte und motivierende Trainerin inmitten eines lockeren, aktiven und ideenreichen Teilnehmerkreis’. Ich habe nicht nur gelernt, wie man seine Papierstapel reduziert – nein, das Seminar bietet viel mehr. Man wird sich über viele Dinge bewusst, die man bisher absolut nicht beachtet und bewertet hat. Vielen Dank Frau Reuther – ich freue mich schon auf das nächste Seminar. Comment on Training by Dirk Hansen (18.04.2008): Hallo Frau Reuther, ich habe schon einige Seminare besuchen dürfen. Aber Ihr Seminar (17/18.04 in Bebra) war mit Abstand das Beste ! Ihre persönliche Art der kurzweiligen Seminargestaltung war sehr,sehr gut. Wie meine Kollegin am Ende gesagt hatte : ” …

Warum auch bei der “Tour de France” alle gedopt sind

Endlich haben sie sich geoutet bzw. sind nahezu überführt: Fahrer, (Team-) Manager, (Sport-) Ärzte, Funktionäre, Ehegattinen und -gatten. Noch nicht genügend erkannt bzw. beschuldigt sind die Veranstalter bzw. wir, die Zuschauer. Aber Selbsterkenntnis ist bekanntermaßen der erste Schritt zur Besserung. Jawohl, ich gebe es zu, ich bin mitschuldig. Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass die Veranstalter im Interesse des Zuschauers die einzelnen Etappen so gestalten, dass die Rennen spannend sind, dass Ausreißversuche meist erfolglos bleiben, dass die Taktik (un) durchschaubar ist, dass die Mannschaftsleistung mehr zählt als die Einzelleistung und insbesondere, dass der Veranstalter alles tut, um einen fairen Wettkampf zu gewährleisten. Heute weiß ich, dass eine andere Strategie dahinter steckt: Die einzelnen Etappen haben etwa 20% Überlänge. Das ist wie im Kino, wo wir gewohnt sind, nach 90 Minuten ein “Happy-end” zu erleben. Dauert ein Film 108 Minuten, muss der Vordermann mal kurz auf Toilette (vielleicht zur Kontrolle?), der Nebenmann muss sich eine Zigarette anzünden (oder steckt sie sich zumindest vorsorglich in den Mund), unsere Partnerin schläft ein und der Hintermann ruft mit …