Latest Posts

Steckt Greta dahinter?

Die Welt gerät aus den Fugen. Oder wehrt sie sich nur? Selbst unser Fußball-Bundestrainer Jürgen Löw wird philosophisch nachdenklich. Dieter Nuhr merkt an, die Welt könne sich nicht wehren. Das wäre in etwa so, als wenn der Bundestrainer nach einem verlorenen Spiel gegen Holland behauptete, der Ball sei Schuld gewesen. Die Fußball Europameisterschaft 2020 ist jedenfalls verschoben. Ebenso der Formel 1-Start und die Olympischen Spiele.

Keine Flüge, keine Kreuzfahrten, keine unnötigen Autofahrten, Automobilwerke weltweit geschlossen, dafür Corona-Partys im kleinen Kreis mit Spaghetti und Toilettenpapiersauce. Nur die Wenigsten werden (mit dem Segelboot) ins Büro kommen. Homeoffice: Familien lernen sich ganz neu kennen.

Von 180 km/h auf Schrittgeschwindigkeit, wenn überhaupt, bei 60 Kilometer Stau an der polnischen Grenze, weil sie dort ca. 15 Minuten für die Überprüfung eines LKWs brauchen (könnten ja Flüchtlinge versteckt sein). Gehen dafür in Polen Medikamente aus?

Die Politik überhäuft uns mit Notprogrammen, Notfallhilfen, Steuerstundung, Kurzarbeit und Helikoptergeld. Zum Glück ist Geld da. Per Gesetz können Mieter entscheiden, ob sie die Miete bezahlen können, oder ob der Vermieter sie stunden muss. Eine ganz neue Interpretation von Solidarität. Dafür stellen Textilfirmen jetzt kurzfristig Mundschutz her. Eine Schülerin organisiert ehrenamtlich Einkaufsservice für Ältere, die nicht aus dem Haus können, wollen oder dürfen.

Die wahren Engpässe scheinen derzeit in Deutschland das Krankenhauspersonal zu sein. Das ist schon im Normalzustand an der Grenze der Belastbarkeit gewesen, und jetzt? Denkt man endlich darüber nach, medizinisch pflegerischen Dienst und ärztlichen Dienst gerecht zu bezahlen. Jetzt bräuchten wir nur noch ca. 10.000 Beatmungsgeräte in den Krankenhäusern. Die sind zwar schon bestellt, der Liefertermin ist aber noch nicht ganz klar.

Mundschutz und Desinfektionsmittel fehlen insbesondere bei niedergelassenen Ärzten, große Teile sind der Bundeswehr “verlorengegangen”. Überhaupt die Bundeswehr, da hätte ich mehr erwartet. Essen verteilen im Autobahnstau kann nicht alles sein. Früher gab es mal eine richtige ABC-Abwehr-Truppe. Alles eingespart. Die Sanitätstruppe scheint durch Auslandseinsätze voll ausgelastet. Zum Glück haben wir noch die leistungsfähigen Bundeswehr-Krankenhäuser.

Ich sehe derzeit bei aller individueller Tragik im Einzelfall einen Testfall/ein Pilotprojekt, wie wir zukünftig mit Pandemien umgehen können, wenn es sich um einen wirklich gefährlichen Virus handelt. Auch unser Wertesystem wird auf den Prüfstand gestellt: Alt gegen jung, arm gegen reich, Nationalstaat gegen die europäische Idee.

Jetzt wird diskutiert, ob wir (durch Ausgangssperren) die Weltwirtschaft aufs Spiel setzen dürfen, nur weil ein paar “Achtzigjährige” etwas früher sterben könnten als sowieso. Warum schließen wir die über 65-Jährigen nicht einfach weg, zu ihrem eigenen Schutz, und lassen die Anderen in Ruhe arbeiten und leben? Zum Glück nimmt der Anteil der Jüngeren an den Infizierten zu. Der bald 74-jährige Donald Trump hofft, dass der Spuk am Ostersonntag vorbei sein möge. Das wünschen sich die meisten Kinder auch.

Wir erleben einen weltweiten Wettbewerb in den Kategorien: Anzahl Tests, Anzahl Infizierte, Anzahl Gesundete und Anzahl Tote, mit Kurven nach oben und unten. Auch da ist uns China um drei Monate voraus. Die USA werden Spitzenplätze belegen, es gibt zuwenig Tests, und wenn es genügend gäbe, lassen sich die Leute nicht testen, weil sie eine Behandlung im Krankenhaus nicht bezahlen können. “Make America great again”.

Auch England nimmt eine gefährliche Entwicklung. Trump und Johnson werden ihre Quittung bekommen, der eine früher, der andere etwas später. Schweden geht seinen eigenen Weg und schließt keine Schulen und Spielplätze. So werden wir den Erfolg unterschiedlicher Strategien vielleicht in einem Jahr vergleichen können.

Verschwörungstheorien breiten sich aus. Ich bin mir aber sicher: Greta steckt nicht dahinter.


Wie wir uns wundern werden, wenn die Krise „vorbei” ist

Die Corona-Rückwärts-Prognose:
www.horx.com und www.zukunftsinstitut.de

Ich werde derzeit oft gefragt, wann Corona denn „vorbei sein wird”, und alles wieder zur Normalität zurückkehrt. Meine Antwort: Niemals. Es gibt historische Momente, in denen die Zukunft ihre Richtung ändert. Wir nennen sie Bifurkationen. Oder Tiefenkrisen. Diese Zeiten sind jetzt.

Die Welt as we know it löst sich gerade auf. Aber dahinter fügt sich eine neue Welt zusammen, deren Formung wir zumindest erahnen können. Dafür möchte ich Ihnen eine Übung anbieten, mit der wir in Visionsprozessen bei Unternehmen gute Erfahrungen gemacht haben. Wir nennen sie die RE-Gnose. Im Gegensatz zur PRO-Gnose schauen wir mit dieser Technik nicht »in die Zukunft«. Sondern von der Zukunft aus ZURÜCK ins Heute. Klingt verrückt? Versuchen wir es einmal:

Die Re-Gnose: Unsere Welt im Herbst 2020

Stellen wir uns eine Situation im Herbst vor, sagen wir im September 2020. Wir sitzen in einem Straßencafe in einer Großstadt. Es ist warm, und auf der Strasse bewegen sich wieder Menschen. Bewegen sie sich anders? Ist alles so wie früher? Schmeckt der Wein, der Cocktail, der Kaffee, wieder wie früher? Wie damals vor Corona?
Oder sogar besser?
Worüber werden wir uns rückblickend wundern?

Wir werden uns wundern, dass die sozialen Verzichte, die wir leisten mussten, selten zu Vereinsamung führten. Im Gegenteil. Nach einer ersten Schockstarre führten viele von sich sogar erleichtert, dass das viele Rennen, Reden, Kommunizieren auf Multikanälen plötzlich zu einem Halt kam. Verzichte müssen nicht unbedingt Verlust bedeuten, sondern können sogar neue Möglichkeitsräume eröffnen. Das hat schon mancher erlebt, der zum Beispiel Intervallfasten probierte – und dem plötzlich das Essen wieder schmeckte. Paradoxerweise erzeugte die körperliche Distanz, die der Virus erzwang, gleichzeitig neue Nähe. Wir haben Menschen kennengelernt, die wir sonst nie kennengelernt hätten. Wir haben alte Freunde wieder häufiger kontaktiert, Bindungen verstärkt, die lose und locker geworden waren. Familien, Nachbarn, Freunde, sind näher gerückt und haben bisweilen sogar verborgene Konflikte gelöst.

Die gesellschaftliche Höflichkeit, die wir vorher zunehmend vermissten, stieg an.

Jetzt im Herbst 2020 herrscht bei Fussballspielen eine ganz andere Stimmung als im Frühjahr, als es jede Menge Massen-Wut-Pöbeleien gab. Wir wundern uns, warum das so ist.

Wir werden uns wundern, wie schnell sich plötzlich Kulturtechniken des Digitalen in der Praxis bewährten. Tele- und Videokonferenzen, gegen die sich die meisten Kollegen immer gewehrt hatten (der Business-Flieger war besser) stellten sich als durchaus praktikabel und produktiv heraus. Lehrer lernten eine Menge über Internet-Teaching. Das Homeoffice wurde für Viele zu einer Selbstverständlichkeit – einschließlich des Improvisierens und Zeit-Jonglierens, das damit verbunden ist.

Gleichzeitig erlebten scheinbar veraltete Kulturtechniken eine Renaissance. Plötzlich erwischte man nicht nur den Anrufbeantworter, wenn man anrief, sondern real vorhandene Menschen. Das Virus brachte eine neue Kultur des Langtelefonieren ohne Second Screen hervor. Auch die »messages« selbst bekamen plötzlich eine neue Bedeutung. Man kommunizierte wieder wirklich. Man ließ niemanden mehr zappeln. Man hielt niemanden mehr hin. So entstand eine neue Kultur der Erreichbarkeit. Der Verbindlichkeit.

Menschen, die vor lauter Hektik nie zur Ruhe kamen, auch junge Menschen, machten plötzlich ausgiebige Spaziergänge (ein Wort, das vorher eher ein Fremdwort war). Bücher lesen wurde plötzlich zum Kult.

Reality Shows wirkten plötzlich grottenpeinlich. Der ganze Trivia-Trash, der unendliche Seelenmüll, der durch alle Kanäle strömte. Nein, er verschwand nicht völlig. Aber er verlor rasend an Wert.
Kann sich jemand noch an den Political-Correctness-Streit erinnern? Die unendlich vielen Kulturkriege um … ja um was ging da eigentlich?

Krisen wirken vor allem dadurch, dass sie alte Phänomene auflösen, über-flüssig machen…
Zynismus, diese lässige Art, sich die Welt durch Abwertung vom Leibe zu halten, war plötzlich reichlich out.
Die Übertreibungs-Angst-Hysterie in den Medien hielt sich, nach einem kurzen ersten Ausbruch, in Grenzen.

Nebenbei erreichte auch die unendliche Flut grausamster Krimi-Serien ihren Tipping Point.

Wir werden uns wundern, dass schließlich doch schon im Sommer Medikamente gefunden wurden, die die Überlebensrate erhöhten. Dadurch wurden die Todesraten gesenkt und Corona wurde zu einem Virus, mit dem wir eben umgehen müssen – ähnlich wie die Grippe und die vielen anderen Krankheiten. Medizinischer Fortschritt half. Aber wir haben auch erfahren: Nicht so sehr die Technik, sondern die Veränderung sozialer Verhaltensformen war das Entscheidende. Dass Menschen trotz radikaler Einschränkungen solidarisch und konstruktiv bleiben konnten, gab den Ausschlag. Die human-soziale Intelligenz hat geholfen. Die vielgepriesene Künstliche Intelligenz, die ja bekanntlich alles lösen kann, hat dagegen in Sachen Corona nur begrenzt gewirkt.

Damit hat sich das Verhältnis zwischen Technologie und Kultur verschoben. Vor der Krise schien Technologie das Allheilmittel, Träger aller Utopien. Kein Mensch – oder nur noch wenige Hartgesottene – glauben heute noch an die große digitale Erlösung. Der große Technik-Hype ist vorbei. Wir richten unsere Aufmerksamkeiten wieder mehr auf die humanen Fragen: Was ist der Mensch? Was sind wir füreinander?

Wir staunen rückwärts, wieviel Humor und Mitmenschlichkeit in den Tagen des Virus tatsächlich entstanden ist.

Wir werden uns wundern, wie weit die Ökonomie schrumpfen konnte, ohne dass so etwas wie »Zusammenbruch« tatsächlich passierte, der vorher bei jeder noch so kleinen Steuererhöhung und jedem staatlichen Eingriff beschworen wurde. Obwohl es einen »schwarzen April« gab, einen tiefen Konjunktureinbruch und einen Börseneinbruch von 50 Prozent, obwohl viele Unternehmen pleitegingen, schrumpften oder in etwas völlig anderes mutierten, kam es nie zum Nullpunkt. Als wäre Wirtschaft ein atmendes Wesen, das auch dösen oder schlafen und sogar träumen kann.

Heute im Herbst, gibt es wieder eine Weltwirtschaft. Aber die Globale Just-in-Time-Produktion, mit riesigen verzweigten Wertschöpfungsketten, bei denen Millionen Einzelteile über den Planeten gekarrt werden, hat sich überlebt. Sie wird gerade demontiert und neu konfiguriert. Überall in den Produktionen und Service-Einrichtungen wachsen wieder Zwischenlager, Depots, Reserven. Ortsnahe Produktionen boomen, Netzwerke werden lokalisiert, das Handwerk erlebt eine Renaissance. Das Global-System driftet in Richtung GloKALisierung: Lokalisierung des Globalen.

Wir werden uns wundern, dass sogar die Vermögensverluste durch den Börseneinbruch nicht so schmerzen, wie es sich am Anfang anfühlte. In der neuen Welt spielt Vermögen plötzlich nicht mehr die entscheidende Rolle. Wichtiger sind gute Nachbarn und ein blühender Gemüsegarten.

Könnte es sein, dass das Virus unser Leben in eine Richtung geändert hat, in die es sich sowieso verändern wollte?

RE-Gnose: Gegenwartsbewältigung durch Zukunfts-Sprung

Warum wirkt diese Art der »Von-Vorne-Szenarios« so irritierend anders als eine klassische Prognose? Das hängt mit den spezifischen Eigenschaften unseres Zukunfts-Sinns zusammen. Wenn wir »in die Zukunft« schauen, sehen wir ja meistens nur die Gefahren und Probleme »auf uns zukommen«, die sich zu unüberwindbaren Barrieren türmen. Wie eine Lokomotive aus dem Tunnel, die uns überfährt. Diese Angst-Barriere trennt uns von der Zukunft. Deshalb sind Horror-Zukünfte immer am Einfachsten darzustellen.

Re-Gnosen bilden hingegen eine Erkenntnis-Schleife, in der wir uns selbst, unseren inneren Wandel, in die Zukunftsrechnung einbeziehen. Wir setzen uns innerlich mit der Zukunft in Verbindung, und dadurch entsteht eine Brücke zwischen Heute und Morgen. Es entsteht ein »Future Mind« – Zukunfts-Bewusstheit.

Wenn man das richtig macht, entsteht so etwas wie Zukunfts-Intelligenz. Wir sind in der Lage, nicht nur die äußeren »Events«, sondern auch die inneren Adaptionen, mit denen wir auf eine veränderte Welt reagieren, zu antizipieren.

Das fühlt sich schon ganz anders an als eine Prognose, die in ihrem apodiktischen Charakter immer etwas Totes, Steriles hat. Wir verlassen die Angststarre und geraten wieder in die Lebendigkeit, die zu jeder wahren Zukunft gehört.

Wir alle kennen das Gefühl der geglückten Angstüberwindung. Wenn wir für eine Behandlung zum Zahnarzt gehen, sind wir schon lange vorher besorgt. Wir verlieren auf dem Zahnarztstuhl die Kontrolle und das schmerzt, bevor es überhaupt wehtut. In der Antizipation dieses Gefühls steigern wir uns in Ängste hinein, die uns völlig überwältigen können. Wenn wir dann allerdings die Prozedur überstanden haben, kommt es zum Coping-Gefühl: Die Welt wirkt wieder jung und frisch und wir sind plötzlich voller Tatendrang.

Coping heißt: bewältigen. Neurobiologisch wird dabei das Angst-Adrenalin durch Dopamin ersetzt, eine Art körpereigener Zukunfts-Droge. Während uns Adrenalin zu Flucht oder Kampf anleitet (was auf dem Zahnarztstuhl nicht so richtig produktiv ist, ebenso wenig wie beim Kampf gegen Corona), öffnet Dopamin unsere Hirnsynapsen: Wir sind gespannt auf das Kommende, neugierig, vorausschauend. Wenn wir einen gesunden Dopamin-Spiegel haben, schmieden wir Pläne, haben Visionen, die uns in die vorausschauende Handlung bringen.

Erstaunlicherweise machen viele in der Corona-Krise genau diese Erfahrung. Aus einem massiven Kontrollverlust wird plötzlich ein regelrechter Rausch des Positiven. Nach einer Zeit der Fassungslosigkeit und Angst entsteht eine innere Kraft. Die Welt »endet«, aber in der Erfahrung, dass wir immer noch da sind, entsteht eine Art Neu-Sein im Inneren.

Mitten im Shut-Down der Zivilisation laufen wir durch Wälder oder Parks, oder über fast leere Plätze. Aber das ist keine Apokalypse, sondern ein Neuanfang.

So erweist sich: Wandel beginnt als verändertes Muster von Erwartungen, von Wahr-Nehmungen und Welt-Verbindungen. Dabei ist es manchmal gerade der Bruch mit den Routinen, dem Gewohnten, der unseren Zukunfts-Sinn wieder freisetzt. Die Vorstellung und Gewissheit, dass alles ganz anders sein könnte – auch im Besseren.

Vielleicht werden wir uns sogar wundern, dass Trump im November abgewählt wird. Die AFD zeigt ernsthafte Zerfransens-Erscheinungen, weil eine bösartige, spaltende Politik nicht zu einer Corona-Welt passt. In der Corona-Krise wurde deutlich, dass diejenigen, die Menschen gegeneinander aufhetzen wollen, zu echten Zukunftsfragen nichts beizutragen haben. Wenn es ernst wird, wird das Destruktive deutlich, das im Populismus wohnt.

Politik in ihrem Ur-Sinne als Formung gesellschaftlicher Verantwortlichkeiten bekam dieser Krise eine neue Glaubwürdigkeit, eine neue Legitimität. Gerade weil sie »autoritär« handeln musste, schuf Politik Vertrauen ins Gesellschaftliche. Auch die Wissenschaft hat in der Bewährungskrise eine erstaunliche Renaissance erlebt. Virologen und Epidemiologen wurden zu Medienstars, aber auch »futuristische« Philosophen, Soziologen, Psychologen, Anthropologen, die vorher eher am Rande der polarisierten Debatten standen, bekamen wieder Stimme und Gewicht.

Fake News hingegen verloren rapide an Marktwert. Auch Verschwörungstheorien wirkten plötzlich wie Ladenhüter, obwohl sie wie saures Bier angeboten wurden.

Ein Virus als Evolutionsbeschleuniger

Tiefe Krisen weisen obendrein auf ein weiteres Grundprinzip des Wandels hin: Die Trend-Gegentrend-Synthese.

Die neue Welt nach Corona – oder besser mit Corona – entsteht aus der Disruption des Megatrends Konnektivität. Politisch-ökonomisch wird dieses Phänomen auch »Globalisierung« genannt. Die Unterbrechung der Konnektivität – durch Grenzschließungen, Separationen, Abschottungen, Quarantänen – führt aber nicht zu einem Abschaffen der Verbindungen. Sondern zu einer Neuorganisation der Konnektome, die unsere Welt zusammenhalten und in die Zukunft tragen. Es kommt zu einem Phasensprung der sozio-ökonomischen Systeme.

Die kommende Welt wird Distanz wieder schätzen – und gerade dadurch Verbundenheit qualitativer gestalten. Autonomie und Abhängigkeit, Öffnung und Schließung, werden neu ausbalanciert. Dadurch kann die Welt komplexer, zugleich aber auch stabiler werden. Diese Umformung ist weitgehend ein blinder evolutionärer Prozess – weil das eine scheitert, setzt sich das Neue, überlebensfähig, durch. Das macht einen zunächst schwindelig, aber dann erweist es seinen inneren Sinn: Zukunftsfähig ist das, was die Paradoxien auf einer neuen Ebene verbindet.

Dieser Prozess der Komplexierung – nicht zu verwechseln mit Komplizierung – kann aber auch von Menschen bewusst gestaltet werden. Diejenigen, die das können, die die Sprache der kommenden Komplexität sprechen, werden die Führer von Morgen sein. Die werdenden Hoffnungsträger. Die kommenden Gretas.

„Wir werden durch Corona unsere gesamte Einstellung gegenüber dem Leben anpassen – im Sinne unserer Existenz als Lebewesen inmitten anderer Lebensformen.”

Slavo Zizek im Höhepunkt der Coronakrise Mitte März

Jede Tiefenkrise hinterlässt eine Story, ein Narrativ, das weit in die Zukunft weist. Eine der stärksten Visionen, die das Coronavirus hinterlässt, sind die musizierenden Italiener auf den Balkonen. Die zweite Vision senden uns die Satellitenbilder, die plötzlich die Industriegebiete Chinas und Italiens frei von Smog zeigen. 2020 wird der CO&sub2;-Ausstoss der Menschheit zum ersten Mal fallen. Diese Tatsache wird etwas mit uns machen.

Wenn das Virus so etwas kann – können wir das womöglich auch? Vielleicht war der Virus nur ein Sendbote aus der Zukunft. Seine drastische Botschaft lautet: Die menschliche Zivilisation ist zu dicht, zu schnell, zu überhitzt geworden. Sie rast zu sehr in eine bestimmte Richtung, in der es keine Zukunft gibt.

Aber sie kann sich neu erfinden.
System reset.
Cool down!
Musik auf den Balkonen!

So geht Zukunft.

Für die Wissenschaft rasen

Bissantz & Company betreibt Grundlagen­forschung für Business Intelligence – auf der Rennstrecke. Jetzt setzte der Gründer und wissenschaftliche Leiter Dr. Nicolas Bissantz eins drauf: Um die Wirksamkeit neuer Konzepte zum Entscheiden unter Druck nachzuweisen, konkurrierte er in der Porsche Sprint Challenge Central Europe (PSCCE), einer FIA-Rennserie, die mit getrennten Klassen für Profis und Amateure international ausgetragen wird.


Abstimmung an der Rennstrecke: Nicolas Bissantz und Markus Enzinger besprechen Seheindrücke und Schlussfolgerungen für das nächste Rennen.

Zur Vorbereitung setzt Bissantz auf bessere Lernkonzepte und Simulation. Über die Verbindung von Forschung in Management und Motorsport spricht er mit Rainer Linse, dem Geschäftsführer von confidence consult und langjährigen ICV-Mitglied – der selbst ein begeisterter Sim Racer ist.

Rainer Linse: Dr. Bissantz, Sie sind Unternehmer, der seine Doktorarbeit zur Grundlage für die Gründung gemacht hat, und erforschen seit 25 Jahren die Analyse betriebswirtschaftlicher Daten. Jetzt fahren Sie in der PSCCE mit und haben dort in den ersten Rennen schon vier Mal auf dem Podium gestanden. Haben Sie Benzin im Blut und gehen jetzt unter die Rennfahrer?

Nicolas Bissantz: Weder noch. Im Gegenteil bin ich froh, einen Bürojob zu haben und vor allem mit dem Kopf arbeiten zu dürfen. Permanent von persönlichen Höchstleistungen leben zu müssen, stelle ich mir schwierig vor.

RL: Rennfahrer sein ist für viele ein Kindheitstraum. Sie verbinden ihn jetzt mit Ihren akademischen Ambitionen …

NB: Die PSCCE wird von den Lechner-Brüdern organisiert. Beim Vater habe ich als Achtzehnjähriger in der berühmten Racing School mal im Rennwagen gesessen, einem Formel Ford 1600. Als ich am Österreich-Ring ankam, trainierte Nelson Piquet dort gerade. Der Anblick des vorbeirasenden Wagens, das Kreischen des Turbomotors und die Schaltgeräusche am Ende der Start-Ziel-Geraden schockierten mich. Ich der Nacht vor Kursbeginn konnte ich kaum schlafen und meine ersten Versuche im herumhopsenden Formel-Wagen endeten in einem Dreher, den ich nicht mal im Ansatz kommen sah. Mir reichte es und ich ging wieder studieren.

RL: Inzwischen tun Sie das wieder auf der Rennstrecke. Probieren geht über studieren?

NB: Praxisnah forschen bedeutet für mich: interdisziplinär zu arbeiten und selbst die erste Versuchsperson zu sein.

RL: Welche Disziplinen sind das?

NB: Als Betriebswirt bin ich im Hauptstudium in die Wirtschaftsinformatik eingetaucht. In der Promotion zum Thema Data Mining und KI spielten Statistik und Informatik eine große Rolle. Später kam ich über psychologische Fragen der Informationsverarbeitung zur Neurobiologie – und zur Wahrnehmung. Aktuell investieren wir viel, um das Sehen zu erforschen – weil es noch so wenig verstanden wird.

RL: Dass das Lesen von Management-Berichten viel mit Sehen zu tun hat, leuchtet ein. Wie kommt das Rennfahren ins Spiel?

NB: Der Zusammenhang zwischen Business Intelligence und Motorsport erklärt sich in vier Schritten: Business Intelligence muss richtig informieren. Informieren ist lehren, informiert werden ist lernen. Im Motorsport korrelieren die Rundenzeiten mit dem Lehren und Lernen des richtigen Sehens. Am eigenen Lernen entschlüssele ich die Geheimnisse des Sehens und entdecke neue Ansätze für das Lehren und Informieren.

RL: Man sollte meinen, sportliche Erfolge hängen stark am Talent und Motorsport hat viel mit der Koordination von Händen und Füßen zu tun?

NB: Tatsächlich steuert man ein Rennauto mehr mit den Augen als mit Händen und Füßen. Grob gesagt: Man fährt dorthin, wohin man schaut. Jedes Mal, wenn ich Sehfehler ausgemerzt hatte, wurde ich schneller.

RL: Das klingt nach einem bewussten Prozess, den man im Business Intelligence vom Leser abverlangen muss. Müssen Manager in die Sehschule?

NB: Wir alle müssen dahin. Unsere Spitzensportler zum Beispiel können international nur noch mithalten, wenn sie ihre Augen trainieren. Die meisten Menschen an Computerarbeitsplätzen können nicht ohne Lineal in derselben Zeile bleiben. Dass man das im Bildungsministerium bisher nicht zur Kenntnis zu nehmen scheint, ist ein Wettbewerbsnachteil für unsere Wirtschaft.

RL: Computerarbeiter brauchen dieselben Sehfähigkeiten wie ein Tischtennisprofi?

NB: Wenn Software weiterhin so doof gemacht ist wie bisher: ja.

RL: Was bedeutet das konkret fürs Business Intelligence?

NB: Rennstrecken sind „challenges by design“, blinde Kuppen und sich verengende Kurven machen es dem Auge mit Absicht schwer. Eine erste Maßnahme im Business Intelligence ist daher, es dem Auge leicht zu machen. Was leicht und was schwer ist, lernt man auf Rennstrecken mitunter schmerzhaft. Falsch gesetzte Kontraste und unnötig Auffälliges lenken das Auge ab und man liest und lenkt falsch.

RL: Das bedeutet, Sie kommen von der Rennstrecke zurück, gehen in Ihre Entwicklungsabteilung und geben neue Funktionen in Auftrag?

NB: Nein, das mache ich vorher schon telefonisch. Im Ernst: Die Schlussfolgerungen, nicht nur für Software, liegen derart auf der Hand, dass wir auch in Randbereichen unseres Tuns Patente anmelden und bekommen konnten. Genau genommen ist es eine Schande, wie entsetzlich augenfeindlich die Dinge gestaltet sind, die uns das Leben erleichtern sollen.

RL: Haben Sie ein Beispiel für so eine Schlussfolgerung?

NB: Auf dem Circuito Espana hatte ich mehrere Runden lang Schwierigkeiten, die Einfahrt in eine Schikane zu meistern. Jedes Mal wollte ich geradeaus weiterfahren statt abzubiegen. Nach einigem Nachdenken und Studium der On-board-Aufnahmen kam ich dahinter, warum: Geradeaus stand eine Reihe Pylonen. Die auffällig rot-weiße Lackierung lenkte jedes Mal meinen Blick ab, meine Hände folgten – bis ich lernte, diese Auffälligkeit zu ignorieren. Also gilt: Was immer wir gestalten, das Auffälligste muss das Wichtigste sein. Denn dort blickt das Auge unweigerlich hin.

RL: Was macht man mit dieser Erkenntnis in Business-Intelligence-Software?

NB: Vieles. Jedes Pixel soll Information tragen. Daten müssen Signale formen, die in der peripheren Wahrnehmung gegebenenfalls ergänzt, aber nicht konterkariert wird. In unserer Software nennen wir das: Berichtswetter. Den Umweg, den viele Grafiken darstellen, können wir abkürzen durch typografische Skalierung von Zahlen – unsere sogenannten Bissantz’Numbers. Vieles, was heute noch statisch ist, kann interaktiv werden, sodass gedankliche Sequenzen mit Interaktionssequenzen in Übereinstimmung gebracht werden. Ich spreche hier vom Haptic Reasoning, das den Kern unser DeltaApp ausmacht. Und ganz allgemein brauchen wir alle dringend Lernprogramme, um spielerisch unsere Augen zu trainieren. Da ist noch einiges zu tun.

(zitiert nach: https://blog.bissantz.de/fuer-die-wissenschaft-rasen/)

Aufs falsche Pferd gesetzt. Oder welchen Wert haben Referenzen?

Haben Sie auch schon einmal eine Gefälligkeitsreferenz abgegeben? Für einen (ehemaligen) Kollegen/Kollegin oder Schulfreund(in). Der/die Sie gebeten hatte, gegenüber einer beauftragten Personalberatung “ein gutes Wort einzulegen?”

Aus aktuellem Anlass erlauben wir uns, eine weitere Beratungslösung anzudeuten: Für die Nachbesetzung einer Aufgabe im oberen Management eines Weltmarktführers wurden wir beauftragt, über einen Kandidaten Erkundigungen einzuholen. Und zwar weit über die üblichen Referenzen hinaus.

Wir fanden heraus, dass er bei seinem vorherigen Arbeitgeber als Führungskraft gescheitert war. Eher als Einzelkämpfer orientiert, mit einem Schuss Arroganz, war er nicht in der Lage, ein Team zu führen. Dadurch wurde er zu einer Ursache für Konflikte in seinem Verantwortungsbereich und darüber hinaus.

Er war deshalb für nahezu ein Jahr, bei vollen Bezügen, freigestellt worden.

Wir fragen uns nicht wirklich, warum in seinem Arbeitszeugnis die Zusammenhänge so nicht erkennbar sind. Wir wissen allerdings, dass eine ausgeprägte Teamfähigkeit für die neue Aufgabe spielentscheidend sein wird.

Sein einziger Vorteil wäre seine kurzfristige Verfügbarkeit gewesen. Aber um welchen Preis?

Wir arbeiten seit 25 Jahren für Unternehmen unterschiedlichster Branchen und Größen. Wir haben ein Netzwerk, das es uns erlaubt, über die üblichen Arbeitszeugnisse und Referenzen hinaus qualifizierte Einschätzungen abzugeben. Das kann Ihnen viel Geld sparen.

Testen Sie uns!

Wieder keine weißen Weihnachten

Das Projekt “Weiße Weihnachten” wird auch dieses Jahr wieder scheitern. Wer hat (immer) Schuld?
Der amerikanische Präsident?
Der “Diesel”?
China?
Wir empfehlen: www.wetterbestelldienst.de
Dumm nur, dass die Autolobby in Deutschland schon lange vor uns mildes Wetter für die Weihnachstfeiertage bestellt hat, wegen der verringerten Unfallgefahr.
Oder war es die OPEC?
Oder die Deutsche Bahn?

Das confidence-Team wünscht besinnliche Weihnachtsfeiertage
und einen Guten Rutsch!



“Pferde wechseln” / “Stufen” bei Hermann Hesse

Einiges hat sich schon geändert, z. B. fahre ich mittlerweile McLaren MP 650S GT3. Mit dem BMW Z4 GT3 schien eine Grenze für mich erreicht, bei 7:20 min auf der Nürburgring Nordschleife . Also habe ich die Pferde gewechselt. Mit dem McLaren komme ich jetzt auf 7:05 min, Ziel bis zum Jahresende sind 7:00 min glatt. Mittlerweile sind es ca. 540 Nordschleifen-Runden Erfahrung (durchschnittlich 3 Runden pro Büro-Tag als schnelles Rennen), alle bei Tageslicht und schönem Wetter, mit Assetto Corsa (Das ist kein Renn-Coach oder italienischer Weinessig sondern eine Software zur Race-Simulation für PCs). Meine selbstgewählten “Mitstreiter” sind ein AMG GT3 und eine Corvette ZR 7 GT3. Alle mit ca. 550 Pferdestärken laut GT3-Reglement. So ein schnelles Rennen dauert dann insgesamt ca. 21:30 min – bei voller Konzentration –  und stellt eine ideale Pause / Konzentrationsübung / Ablenkung vom “Büro-Alltag” dar. Und viel gesünder als Zigarettenpausen ist es allemal.

Im übertragenen Sinn habe ich noch ein anderes Pferd gewechselt:

Ein Freund hatte mir einen youtube-link zu Kinga Glyk geschickt, einer virtuosen polnischen E-Bass-Spielerin.

https://www.youtube.com/watch?v=S2QmtENFh2Y

Das hat mich so gepusht, dass ich mir spontan bei Richy, dem Musikinstrumentespezialist in Freiberg am Neckar, einen E-Bass samt Verstärker gekauft habe. Bei seiner Musikschule bin ich ab sofort aktiv. Mein Gitarrenlehrer Peter bringt mir mit viel Einfühlungsvermögen diverse Blues von Kinga Glyk bei. Das macht großen Spaß.

Vom Cello zum E-Bass. Eine neue Erfahrung, als Anfänger mit sechzig, auf der Musikschule. So zieht Demut ein.

Herrmann Hesse hat mich seit frühester Jugend begleitet. Er beschreibt eindringlich in seinem Gedicht “Stufen” die Notwendigkeit zur – und die Chancen für – Veränderung. Es bleibt allerdings jedem selbst überlassen, die Zeichen der Zeit rechtzeitig zu erkennen, sich zu (ver-) ändern, bevor man verändert wird. Bei mir wird jedenfalls nicht auf dem Grabstein stehen “former CEO of hanswas”, if you know what i mean 😉

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden,
Wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde!

Das Beste oder (wieder) nichts, die zweite

Jetzt haben wir es schriftlich: Der Daimler-Geschäftsbericht 2017 weist in seinem Chancen- und Risikobericht ab Seite 155 auf die Zusammenhänge (auch im Vergleich mit anderen Automobilherstellern) zur “Dieselthematik” hin. Eine schöne Umschreibung für einen vorsätzlichen Betrug durch unzulässige Abschaltvorrichtungen für die Abgasreinigung.

In Deutschland wird wegen des Verdachts des Betrugs und betrügerischer Werbung von Daimler-Dieseln ermittelt. In den USA kommen Sammelklagen von Kunden für Schadenersatz wegen überhöhter Abgaswerte und geforderte Kompensationen von Aktionären für Kursverluste hinzu. “Soweit solche rechtlichen Verfahren zum Nachteil von Daimler ausgehen, können sich hieraus erhebliche Schaden- sowie Strafschadenersatzzahlungen, Nachbesserungsarbeiten, Rückrufaktionen, Bußgelder oder sonstige kostenintensive Maßnahmen ergeben” (Zitat Daimler Geschäftsbericht 2017). Bei VW ist in diesem Zusammenhang schon die stolze Summe von über 30 Mrd. EURO aufgelaufen und ein Ende noch nicht absehbar.

Schon im Dezember 2015 hatte Dieter Zetsche verkündet: “Wir halten uns grundsätzlich an die gesetzlichen Vorgaben und haben keinerlei Manipulationen an unseren Fahrzeugen vorgenommen.” Das war wohl (wieder) nichts.

Nichts dran war übrigens am BMW 320d, den die “Deutsche Umwelthilfe” anscheinend so “malträtierte”, bis er überhöhte Abgaswerte ausspuckte. Das Kraftfahrtbundesamt hat bei einer Nachmessung letzte Woche den Vorwurf des Manipulationsverdachts widerlegt. “Die Abgasemissionen auf dem Rollenprüfstand und auch auf der Straße sind unter normalen Betriebsbedingungen nicht zu beanstanden.” (Zitat Prüfer des KBA)

Na bitte, geht doch! Seit 29 Jahren fahre ich jetzt BMW, davon 20 Jahre mit V8-Motoren, allerdings ausschließlich Benziner. Seit kurzem auch am Race-Simulator mit ASSETTO CORSA. Der BMW Z4 GT3 mit 4,4-Liter V8-Motor und ca. 500 PS gefällt mir besonders (in schwarz) für die Nordschleife am Nürburgring.

Das Beste oder (wieder) nichts?

Der Mann mit dem auffallenden Schnauzbart hatte es geschafft: Er trägt keine Krawatte mehr und bevorzugt Jeans mit Sneakers. DAIMLER ist in den Premium-Märkten wieder Nr. 1, was den Absatz (also die Stückzahlen) angeht. DAIMLER-Chef Dieter Zetsche wurde von seinen Mitarbeitern zum Chef des Jahres gewählt. Die aktuelle Marketing-Kampagne “Was bedeutet eigentlich Intelligenz?” zur Bewerbung der neuen E-Klasse einschließlich EQ als Plug-in-Hybrid vermittelt den Eindruck, die Zukunft im Griff zu haben. Und die Vergangenheit?

Wenn es stimmt, was die Stuttgarter Nachrichten (unter Berufung auf “Süddeutsche Zeitung”, NDR und WDR) heute auf ihrer Titelseite schreiben, dann wird der Autobauer verdächtigt, über einen Zeitraum von fast zehn Jahren Fahrzeuge mit einem unzulässig hohen Schadstoffausstoß verkauft zu haben. Es soll sich um mehr als eine Million Fahrzeuge mit den Motoren OM 642 (350d) und OM 651 (200 CDI, 220 CDI und 250 CDI in nahezu allen Baureihen) zwischen 2008 und 2016 handeln. Im Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Stuttgart heiße es, DAIMLER habe die unzulässige Abschalteinrichtung entgegen den Vorschriften dem Kraftfahrtbundesamt als Genehmigungsbehörde nicht offengelegt. Die Autos seien demnach nicht zulassungsfähig gewesen.

Können wir Dieter Zetsche (so etwas zu-) trauen? Er hat DAIMLER wieder zur Nr. 1 gemacht. Er hatte über Jahre unmittelbaren Zugang zu Bundeskanzlerin Angela Merkel, wobei das Verhältnis nun etwas abgekühlt sei. BMW Chef Harald Krüger ist jetzt näher dran an der Kanzlerin, BMW Motoren sind bisher so gut wie nicht aufgefallen, hoffentlich bleibt das so. Die vielen Mercedes-Fahrer (mit eingebauter Vorfahrt) können darauf verweisen, dass andere Hersteller auch nicht besser seien, aber ist das eine Antwort auf “Das Beste oder nichts”? Wer mit diesem Anspruch antritt, muss sich messen lassen. Da haben uns die Marketing-Experten wieder einen tollen Spruch verkauft, fast so gut wie “Umparken im Kopf”. Wie wäre es mit dem Motto “Ehrlich währt am längsten”? Meine Hoffnung liegt bei BMW.

Hat der Diesel wirklich keine Chance mehr?

Wer regelmäßig unsere Seiten besucht, wird sich erinnern: Vor ziemlich genau zehn Jahren (am 5. August 2007) postete ich hier den Artikel “Warum der Diesel keine Chance mehr hat“. (Lassen Sie sich doch benachrichtigen, wenn sich auf meiner Seite etwas geändert hat. Vielleicht lohnt es sich für sie.)

Aus aktuellem Anlass stelle ich ihn hier nochmals zur Diskussion.

Mein Spitzname ist mittlerweile “Kassandra“, nicht wegen der Schönheit, sondern wegen der Tragik 😉

Ich weiß nicht mehr, über was ich in Immenstadt gesprochen hatte – Begeisterung (bei den Gastgebern) sieht anders aus 😉

Good Practice Day 2017 im Bosch Werk in Immenstadt im Allgaeu am 05.04.2017.
Foto: Sebastian Widmann

(WIKIPEDIA):

(Kassandra (altgriechisch Κασσάνδρα, manchmal auch Κασάνδρα, lat. Cassandra) ist in der griechischen Mythologie die Tochter des trojanischen Königs Priamos und der Hekabe, damit Schwester von Hektor, Polyxena, Paris und Troilos sowie Zwillingsschwester von Helenos.

Der Gott Apollon gab ihr wegen ihrer Schönheit die Gabe der Weissagung. Als sie jedoch seine Verführungsversuche zurückwies, verfluchte er sie und ihre Nachkommenschaft, auf dass niemand ihren Weissagungen Glauben schenken werde. Daher gilt sie in der antiken Mythologie als tragische Heldin, die immer das Unheil voraussah, aber niemals Gehör fand. Derart ungehörte Warnungen werden als Kassandrarufe bezeichnet.)

Bevor Sie den “alten” Artikel lesen hier noch schnell ein paar technische Zusammenhänge, was die modernsten Dieselmotoren können – und welche Konsequenz das hat: Leider Mehrverbrauch!

Neue Lösungen zielen darauf ab, den “SCR-Kat” (siehe unten) schneller auf Betriebstemperatur zu bringen. Das heißt, er wird nicht, wie bisher, hinter dem Dieselpartikelfilter (DPF) platziert, sondern weiter vorne. Dadurch muss der DPF öfter aktiv gereinigt werden, was zu Mehrverbrauch führen wird, wie eine Untersuchung des “Southwest Research Institute” in San Antonio zeigt.

Ein Weg, diesen Zielkonflikt (weniger Verbrauch – mehr Schadstoffausstoß) umzudrehen, könnte ein sogenannter passiver NOx-Absorber sein (der auch bei niedrigen Temperaturen funktioniert und auch als Dieseloxydationskatalysator fungiert). Außerdem kann ein externes Temperaturmanagement, das zum Beispiel durch einen “Mini-Burner” die Komponenten schneller erhitzt, und ein doppelschichtiger Ammoniak-Schlupfkatalysator (ASC) helfen, der eventuell überschüssiges Ammoniak wieder in Stickstoff und Wasser umwandelt.

Ein Dieselfahrer muss jetzt ganz stark sein: Das alles lässt sich nicht (wirklich) nachrüsten, selbst die modernsten EURO 6 Diesel haben diese Komponenten nicht vollständig. Mein Tip (nicht ganz ernst gemeint): Kaufen Sie sich einfach im Sommer (2017) eine modellgepflegte S-Klasse als 350d bzw. 400d. Dann sind Sie auf der sicheren Seite und können ihn eventuell auch wieder einmal verkaufen. Mit allen anderen (gebrauchten) Dieseln wird das zunehmend schwieriger.

Beginn des Artikels von 2007:

Der Diesel ist in, oder besser gesagt, war (noch nie) in.

Ab einer gewissen Fahrzeugklasse bzw. einem gewissen Fahrzeuggewicht war es in der Vergangenheit, und das ist bis heute so, durchaus sinnvoll, einen hubraumgroßen Dieselmotor mit (Bi-) Turbo-Aufladung mit einem Geländewagen (nebst vollem Pferdeanhänger) zu kombinieren. Und zwar genau in dieser Reihenfolge.

Wir sind sicher, dass der neue Audi Q7 mit V12-Dieselmotor, sechs Litern Hubraum und 500 PS für genau diesen Einsatzzweck fertig entwickelt wird (von 0 auf 100 km/h in 5,5 Sekunden, Spitze 250 km/h, abgeregelt).

Denn Audi steht, wie wir mittlerweile gelernt haben, für “Vorsprung durch Technik“. Stattdessen verpflanzt ihn Audi in den (Rennsport) R10 TDI und gewinnt damit die 24 Stunden von LeMans.

Auch wenn Peugeot nächstes Jahr ebenfalls mit einem V12-Diesel-HDI dieses Rennen gewinnen wird oder zumindest von der Papierform her gewinnen müsste, dürften diese Ergebnisse nicht (mehr) ohne weiteres auf die Einsatzbedingungen des normalen Straßenverkehrs übertragbar sein.

Ein Drehmoment von annähernd 1.000 Nm ändert nichts an der Tatsache, dass moderne Diesel-Fahrzeuge ca. 30% länger übersetzt sind als vergleichbare (große) Benzineinspritz-Fahrzeuge. Dazu kommt, dass sie einen wesentlich schmaleren nutzbaren Drehzahlbereich haben und deshalb Sieben- bzw. Achtgang-Getriebe brauchen. Und einen gefüllten Pferdeanhänger bzw. Wohnwagen haben sie, mit Ausnahme der geschätzten Niederländer während der Hauptreisezeit, auch relativ selten hinten drangehängt. Das bedeutet (für den technischen Laien übersetzt), dass die Werte auf dem Papier zwar zum ersten Platz am Stammtisch reichen, aber eben so gut wie nie auf der Straße genutzt werden (können).

Warum sind dann Diesel-Fahrzeuge in Deutschland auf der Straße so beliebt? Nicht nur weil sie relativ wenig verbrauchen, sondern vor allem, weil Diesel (zumindest in Deutschland, Frankreich und Italien) steuerlich künstlich subventioniert wird.

Warum? Weil die LKW-Lobby (aus den Niederlanden?) das möglich gemacht hat. Allerdings nur in besagten, und einigen anderen, Ländern. In USA bzw. Japan, und das sind auch keine kleinen Fahrzeugmärkte, rechnet man eben anders. Und subventioniert Diesel eben nicht. Und deshalb wird auch die neueste SCR-Katalysator-Technik mit Harnstoff-Einspritzung, zumindest nicht für die weitere Zukunft, dafür sorgen, dass der Diesel ökonomisch und ökologisch sinnvoll wird. Im Grunde genommen ist er es heute schon nicht, wie ein aktueller Vergleich von “auto, motor und sport” (Heft 17/2007, S. 52 ff.) ausführlich beschreibt.

Daimler versucht den Amerikanern zwar seit Jahren einzureden, dass BlueTec (um den Begriff “Diesel” zu vermeiden) eine ökologische und ökonomische Alternative zu Hybrid-Autos darstellen (kann), die derzeit alle mit Benzinmotoren betrieben werden (wegen des Zusatzgewichts) und versprechen einen “Anstieg der Kraftstoffeffizienz bis zu 30%“. Das wird aber alles nichts nutzen, denn Kalifornien ist, zumindest was Emissionsvorschriften angeht, den Herstellern immer einen Schritt voraus. Und dadurch wird der Entwicklungsaufwand astronomisch und unökonomisch, wobei wir nicht vergessen sollten, dass wir die Technologie, selbst bei so einfachen Themen wie dem Diesel-Partikel-Filter, immer noch nicht beherrschen. Zumindest behauptet das ein gelernter Kaufmann mit “auto, motor und sport-Abonnement”.

Und im Übrigen haben VW und Audi, zumindest inoffiziell, die BlueTec-Allianz für die USA wieder gekündigt und versuchen die Marke “TDI” zu forcieren. Dementsprechend ist der “blaue” Begriff wohl auch für BMW erledigt.

Der Diesel-Motor ist, prinzipbedingt, relativ schwer, wenn er halten soll (Peugeot weiß bis heute noch nicht, warum 2007 der zweite Wagen in “LeMans” durchkam, eigentlich hätte der Motor nach spätestens 16 Stunden verenden müssen, zumindest hatten die Konstrukteure das einkalkuliert. Man wollte ja dieses Jahr auch nur einen Achtungserfolg (im Training und in den ersten Stunden). Und so wurde eben, völlig überraschend, Platz zwei daraus. Aber nächstes Jahr dann!

Die Strategie von Peugeot lautet: Es ist zweckdienlicher, einen schnellen Wagen standfest zu machen, als einen standfesten schnell (Audi). Klingt interessant, aber das Wetter in LeMans muss dann auch mitspielen.

Erfolgversprechender scheint derzeit der “DiesOtto-Motor” von Mercedes-Benz zu sein:

Ein besonders sparsamer und abgasarmer Motor, basierend auf einem Vierzylinder-Benzin-Aggregat, soll aus 1,8 Litern Hubraum dank Benzin-Direkteinspritzung und Turbo-Aufladung 238 PS und 400 Newtonmeter Drehmoment bereitstellen. Die Innovation besteht im Wesentlichen in der ansonsten dieseltypischen Selbstzündung, die ausschließlich bei niedrigen und mittleren Drehzahlen zum Tragen kommt. Dort entsteht ein relativ geringer Ausstoß an Stickoxiden, die wiederum durch einen serienüblichen Drei-Wege-Katalysator gereinigt werden könnten. Mercedes geht davon aus, dass der neue Antrieb erst “mittelfristig” serienreif sein wird, man hofft, die derzeitige Lücke zu den Hauptwettbewerbern Audi und BMW bezüglich besonders umweltfreundlicher Benzinmotoren auch dadurch schließen zu können. Schließlich ist es kein Geheimnis, dass die neue C-Klasse im Markt derzeit gut angenommen wird, obwohl die verbauten Motoren nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entsprechen (mit Ausnahme des C 63 AMG).

Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber führt dazu aus: “Wir glauben, bei der Verschmelzung von Diesel- und Ottomotor ganz vorn zu sein, weil wir, im Gegensatz zu Wettbewerbern, beim DiesOtto auf den heute flächendeckend verfügbaren Otto-Kraftstoff setzen. Andernfalls wäre sofort die Infrastruktur-Frage zustellen”. (Bei Verwendung eines speziellen, synthetischen Otto-Kraftstoffs, Anm. des Verfassers) “In zehn Jahren sind wir mit dem DiesOtto längst am Markt. Die Vision ist, dass der DiesOtto mittelfristig das Nebeneinander verschiedener aufwendiger Brennverfahren eliminiert – ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur nachhaltigen Mobilität.” (auto, motor und sport, Heft 18/2007, S. 139)

Der Zusammenhang zwischen hohem Fahrzeuggewicht und Verbrauch wurde, an anderer Stelle, bereits ausgeführt. Das gilt übrigens auch für die Audi-Allrad-Technik der heutigen Generation mit dem Ergebnis: Ein Liter Mehrverbrauch. Deshalb bietet Audi den “face-gelifteten” A8 2,8 FSI auch nur mit Front-Antrieb und Multitronic an. Vorsprung durch Technik wie gesagt. Wer`s braucht …

Für einen vergleichbaren Polo müsste ich heute schon ca. 15.000 Kilometer im Jahr fahren, um auf meine (Umwelt-) Kosten zu kommen. Würde Diesel schon heute gleich besteuert wie (SuperPlus-) Benzin, wären es über 18.000 Kilometer im Jahr, eine Fahrleistung, die für diese Fahrzeugklasse eher untypisch ist. Dafür vibriert die Karre, und ich brauche beim Tanken einen Handschuh. Und in den USA muss ich mich derzeit noch an den LKW-Zapfsäulen anstellen und die schmutzigen Witze der Trucker-Fahrer mit anhören. Wer`s mag …

Als begeisterter Cabrio-Fahrer riecht man sofort, wenn ein Diesel vor einem fährt bzw. Gas gibt. Insbesondere die “chip-getunten” Stinker blasen unter Last schwarze Wolken und lassen sich auch so gut wie nicht mit einem Diesel-Partikel-Filter wirksam reinigen. Apropos DPF: Auch die serienmäßig eingebauten erfüllen ihren Zweck nur bedingt und auch die “VDA-Norm” nicht.

Audi empfiehlt einer A4 2,0 TDI-Fahrerin, dass sie “doch bitte mindestens 60 km/h bei 2.000 Umdrehungen ca. 15 Minuten” fahren soll. Das ist derzeit (Ferienreisezeit) auf der Autobahn unmöglich, im Ort zu schnell und auf der Landstraße zwar denkbar aber eher unzweckmäßig.

Und wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass Diesel dem (chemischen und physikalischen) Herstell-Verfahren nach Heizöl ist, werden wir uns im Winter entscheiden müssen, ob wir tanken oder heizen. Auch das wird den Preis von Diesel (trotz steuerlicher Begünstigung) nach oben treiben.

Den modernen Benzin-Direkteinspritz-Motoren mit Kompressor bzw. (Bi-)Turbo-Aufladung gehört die Zukunft (für sportliche Fahrer). Nach dem Prinzip des “Downsizings” sogar auch mit Hubräumen ab 800 ccm. Auch das gibt es bei VW schon.

confidence kann Ihnen helfen, sich (selbst-) kritisch weiter zu entwickeln, aber fangen Sie bitte zunächst auch bei sich selbst an und schreiben Sie keine Artikel auf dem Niveau eines technischen Laien bzw. Dilettanten, der die Vorteile des Diesels immer noch nicht verstanden hat.

“Ein menschliches Wesen sollte in der Lage sein, eine Windel zu wechseln, eine Invasion zu planen, ein Schwein zu schlachten, ein Schiff zu steuern, ein Gebäude zu planen, ein Sonett zu schreiben, Konten abzuschließen, eine Mauer zu bauen, einen gebrochenen Knochen zu richten, Sterbende zu trösten, Befehle anzunehmen, Befehle zu geben, zusammenzuarbeiten, allein tätig zu werden, Gleichungen zu lösen, ein neues Problem zu analysieren, Mist zu gabeln, einen Computer zu programmieren, ein schmackhaftes Mahl zu bereiten, wirkungsvoll zu kämpfen und tapfer zu sterben.

Die Spezialisierung taugt für Insekten.” Robert H. Heinlein, The Notebook of Lazarus Long (im Original nicht fett hervorgehoben)

Ende des Artikels von 2007.

Hatte ich jetzt Recht (als Kassandra)? “Dieselgate” könnte als lebensverlängernde Maßnahme für den Diesel angesehen werden. Ich wäre allerdings in meinen kühnsten Träumen nie auf die Idee gekommen, dass deutsche Ingenieure derart “tricksen“, um es einmal beschönigend auszudrücken. Wie groß muss der interne Druck bei Audi und VW (und vielleicht Bosch) gewesen sein, dass sich die Fachleute nicht getraut haben, ihren Chefs gegenüber zuzugeben oder es öffentlich zu machen, dass die US-Luftreinhaltungsstandards wirtschaftlich für den Diesel nur schwer zu schaffen sein werden. Technisch war es anfangs deshalb schwierig, weil nicht genügend Platz für einen AdBlue (Harnstofflösung) -Tank vorgesehen war. Man wollte vermeiden, dass der Fahrer mit dem Harnstoff in Berührung kommt. Bei regelmäßiger Wartung wäre das im Autohaus erledigt worden, das Nachtanken von AdBlue, aber mit einem 7-Liter-AdBlue-Tank im Audi A6 kam man eben nicht weit, auf jeden Fall nicht ca. 25.000 Kilometer bis zur nächsten Inspektion. Was lag näher als die Harnstoff-Einspritzung zu drosseln (merkt ja eh keiner) oder ganz auszuschalten (bei niedrigen Temperaturen unter 15 Grad Celsius), die an nahezu 290 Tagen im Jahr in Deutschland gemessen werden.

Besonders peinlich finde ich, dass uns die Amerikaner auf die Sprünge helfen mussten, denn Politik (Legislative) und Ämter (Exekutive) schienen in Deutschland unter einer Decke zu stecken, und nicht nur in Deutschland. Zum Glück hat sich unser Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, an die Spitze der Aufklärungsbewegung gesetzt (das ist jetzt ironisch gemeint!).

Nächstes Mal reflektiert Kassandra mit Ihnen das Thema “Doping“. “Wir dopen alle” lautete der Artikel von 2009, der sich allerdings auch schon auf einen Artikel von 2007 bezog.

Scrollen Sie doch einfach weiter nach unten, ich bin immer wieder erstaunt darüber, was ich in den letzten Jahren alles schreiben durfte, ohne dafür bestraft zu werden.

Danke fürs Lesen und Mitdenken. Schreiben Sie doch einen Kommentar, Ihre Meinung interessiert mich.